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Einführung Stufenschema Clostridium difficile-Infektionen

Ab sofort erfolgt die Diagnostik von Clostridum difficile-Infektionen (CDI) entsprechend den neuen Leitlinien verschiedener internationaler Fachgesellschaften nach folgendem Stufenschema:

Stuhlproben werden auf das Vorhandensein des C.difficile-spezifischen Enzyms Glutamatdehydrogenase (GDH) mit dem RIDASCREEN Clostridium difficile-GDH Enzymimmunassay (r-biopharm) untersucht. Ein positives Ergebnis dieses hochsensitiven Screeningtests spricht für den Verdacht auf Clostridium difficile-Infektion. Je nach Prävalenz sind etwa 15-35% der untersuchten Stuhlproben positiv. Der negative Vorhersagewert des GDH-Tests liegt bei 98-100%, d.h. bei negativem Testausfall ist eine CDI mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auszuschließen, weiterführende Untersuchungen sind in der Regel nicht indiziert.

Da ausschließlich Toxin-produzierende, toxigene Clostridium difficile-Stämme krankheitsauslösend sind, wird bei positivem Ergebnis des GDH-Tests die Stuhlprobe auf Clostridium difficile-Toxine A (Enterotoxin) und B (Zytotoxin) mit dem RIDASCREEN Toxin A/B Enzymimmunassay (r-biopharm) geprüft. Der Nachweis der Clostridium difficile-Toxine A/B spricht bei spezifischen Krankheitssymptomen für eine Clostridium difficile -assoziierte Durchfallerkrankung. Die Leistungsdaten des Tests sind im Vergleich zum Zytotoxitätstest ermittelt worden und betragen: Sensitivität 89,7%, Spezifität 96,8%, positiver Vorhersagewert 81,3%, negativer Vorhersagewert 98,4%. 

Zeigt der Toxinnachweis ein negatives Ergebnis, wird im dritten Untersuchungsschritt eine toxigene Kultur angelegt. Dazu wird die Stuhlprobe auf einem Clostridium difficile-Selektivagar (bioMérieux) angelegt und 48 Stunden unter anaeroben Bedingungen bebrütet. Bei Anzucht von Clostridium difficile wird der Nachweis der Clostridium difficile-Toxine A/B mit dem RIDASCREEN Toxin A/B Enzymimmunassay (r-biopharm) durchgeführt. Bei negativem Toxinnachweis aus der Kultur ist von einer Besiedlung mit einem nicht-toxigenen Clostridium difficile-Stamm ohne Krankheitsrelevanz auszugehen.

Kontakt

Dr. Sonja Swidsinski
Leitung Mikrobiologie
Tel.: +49 (30) 40 50 26 321
Email: sonja.swidsinski(at)laborberlon.com