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Leistungsverzeichnis

Proteindiagnostik

Im Bereich Proteindiagnostik und HPLC wird die Blut-, Urin- und Liquordiagnostik mit speziellen proteinchemischen Methoden, mit Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) und Atomabsorptionsphotometrie (AAS) ergänzt. So werden unter anderem Immunglobuline im Liquor bestimmt, im Reiber-Diagramm dargestellt und hinsichtlich einer Schrankenstörung bzw. intrathekalen Synthese im Rahmen der Liquor-Gesamtbeurteilung bewertet. Ergänzt wird dies durch den Nachweis bzw. Ausschluss oligoklonaler Banden mit Hilfe der isoelektrischen Fokussierung. Die Messung entsprechender Leitproteine im Urin ermöglicht die Differenzierung prärenaler, renal-glomerulärer, renal-tubulärer und postrenaler Proteinurieformen. Zum Nachweis monoklonaler Gammopathien oder der Ausscheidung monoklonaler freier Leichtketten („Bence-Jones-Proteine“) werden Kapillarelektrophorese und Immunfixationselektrophorese eingesetzt. Bei Bedarf können die freien Leichtketten im Serum auch quantitativ bestimmt werden.

Katecholamine und deren Metaboliten sowie der Serotonin-Metabolit 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) werden mit HPLC gemessen. Ebenso erfolgt die Bestimmung und Differenzierung der Porphyrine im Urin sowie die Messung der Vitamin A, B1, B6 und E in Serum bzw. Blut mit HPLC-basierten Methoden. Für die Bestimmung von Spurenelementen wie z. B. Kupfer, Selen und Zink wird die AAS eingesetzt.

Bei der Anforderung von Untersuchungen aus diesem Bereich sind die jeweiligen präanalytischen Besonderheiten, wie Lichtschutz (z. B. bei Vit. B1 und B6 oder Porphyrinen), Probenkühlung (z. B. Vit. B1), oder der Zusatz von Stabilisatoren bei der Probensammlung (z. B. Salzsäurezusatz bei Katecholaminen und –metaboliten im Urin) bzw. die Verwendung spezieller Blutentnahmeröhrchen (z. B. für Spurenelementbestimmungen) zu beachten. Die entsprechenden Hinweise finden sich im Leistungsverzeichnis.