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Mikrobiologie & Hygiene

Diagnostik der Mikrobiologie

Nach Zusammenführung der diagnostischen Laboratorien der beiden großen Berliner Krankenhausverbünde, Universitätsmedizin Charité und Vivantes GmbH, unter dem Dach der Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH ist das größte, klinisch mikrobiologische Krankenhauslaboratorium Europas entstanden. Damit wurden mehrere Traditionslinien der Berliner Bakteriologie zusammengeführt, die durch die Gründungsväter unseres Faches Robert Koch, Emil von Behring, Paul Ehrlich, sowie Carl Friedländer und Hans Christian Gram repräsentiert werden. Entsprechend dieser Tradition fühlt sich der Fachbereich verpflichtet, die neuesten Methoden zur Erkennung und Charakterisierung von Infektionserregern einzusetzen, um so einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Therapie und Prävention von Infektionskrankheiten zu leisten.

Mikroorganismen passen sich extrem erfolgreich neuen Bedingungen an und stellen Mikrobiologen wie Kliniker vor immer neue Herausforderungen. Der globale Austausch von Personen, Tieren, Lebensmitteln und anderen Gütern trägt zu einer raschen, Grenzen und Kontinente überschreitenden Verbreitung humanpathogener Erreger und deren Überträgern (Vektoren) bei. Der unkritische Einsatz von antimikrobiell wirkenden Präparaten in der ambulanten und klinischen Medizin, sowie die Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung haben zu einem Besorgnis erregenden Anstieg der Antibiotikaresistenzen geführt, sodass bei einer steigenden Zahl von Fällen die Behandlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind oder gar fehlen. Die Zahl der durch Alter, Tumor- oder andere Erkrankungen und immunsuppressive Behandlung abwehrgeschwächter Patienten steigt stetig und stellt die Diagnostik, Therapie und Prävention von Infektionskrankheiten vor ständig neue Herausforderungen.

Zusammen mit den demographischen Veränderungen folgt daraus zwingend, die Diagnostik durch eine andere Labororganisation und die Einbeziehung neuester Methoden der Nukleinsäure und Proteinanalytik zu beschleunigen und effizienter zu machen. Nur so kann ein wirksamer Beitrag zur Senkung der Behandlungskosten geleistet und die Ausbildung, Selektion und Übertragung gefährlicher Mikroorganismen verhindert oder zumindest reduziert werden. Nur unter Einbindung von ergänzender in vitro und in vivo Diagnostik in enger Kooperation mit Klinikern, Wissenschaftlern und Industrie kann dieses Ziel erreicht werden.