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  • Material

    Serum 1ml
  • Methode

    Immuno-CAP-Fluoreszenz-Assay
  • Einheit

    kU/l
  • Referenzbereich

    <= 0,35 kU/l

  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    Allergenbeschreibung

    Bos spp.

    Kuhmilch ist ein bedeutender Auslöser für allergische Reaktionen bei Kleinkindern, eine versteckte Exposition ist häufig.

    Milch enthält viele allergene Proteine, von denen die Caseine, alpha-Lactalbumin und beta-Lactoglobulin als die wichtigsten Allergene gelten. Die Caseine sind hitzebeständige Allergene.

    Allergenexposition

    Erwartete Exposition

    • Milch, Käse und andere Milchprodukte
    • Brot und Gebäck
    • Zahlreiche Gerichte wie Pfannkuchen, Suppen etc.

    Unerwartete Exposition

    • Süßigkeiten
    • Garnierungen
    • Fleischprodukte wie Schinken, Wurst, Pasteten etc.
    • Milchhydrolysate

    Milch und Milchprodukte werden in breitem Umfang in Konditoreierzeugnissen verwendet. Es wurde auch über Kontaminationen während der Verarbeitung oder über den Zusatz von Natriumcaseinat berichtet.

    Kreuzreaktivität

    • Milch von verwandten Tieren
    • Gemeinsame Allergene konnten in Milch, Fleisch und Hautschuppen der Kuh nachgewiesen werden.

    Klinische Erfahrungen

    IgE-vermittelte Reaktionen

    Kuhmilch ist mit einer Prävalenz von 0,5 bis 7,5 % ein bedeutender Auslöser für allergische Reaktionen bei Kleinkindern. Einige Patienten leiden ein Leben lang unter der Allergie. Kuhmilch-induziertes Asthma wird häufig bei Kleinkindern mit Nahrungsmittel-Überempfindlichkeiten beobachtet, genauso wie Rhinokonjunktivitis und seröse Otitis media. Eine Kuhmilchallergie bei Kleinkindern hat eine deutlich bessere Prognose des „Auswachsens“ als bei älteren Kindern oder Erwachsenen.

    Da sich die IgE-Antikörper auf Milch wahrscheinlich vor der klinischen Manifestation der Allergie entwickeln, können In-vitro-Messungen hilfreiche Prädiktoren sein. Eine Korrelation zwischen der Konzentration milchspezifischer IgE-Antikörper und der Entwicklung einer Milchverträglichkeit wurde beobachtet.

    Die Symptome bei Kleinkindern sind in der Regel dermatologischer und gastrointestinaler (GI) Natur, häufig mit früh auftretenden Ekzemen. Bleibt die Milchallergie bei Kindern bestehen, geht die Hautsymptomatik mit zunehmendem Alter zurück, während vermehrt Atemwegs- und GI-Beschwerden auftreten. Kleinkinder mit einer frühen Sensibilisierung auf Kuhmilchproteine haben ein erhöhtes Risiko, später Nahrungsmittelallergien und eine Empfindlichkeit auf inhalative Allergene zu entwickeln.

     

    Sonstige Reaktionen

    • Laktasemangel (Laktoseintoleranz)
    • Immunreaktionen ohne Beteiligung von IgE-Antikörpern (z. B. Zöliakie)

    Bei Erwachsenen ist Laktasemangel ein häufiger Grund für die Überempfindlichkeit auf Milch.