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    • Material

      Heparin-Blut 3 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      2 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Bestimmung der CD40L- und ICOS-Expression durch T-Zellen ist indiziert bei Patienten mit Immunglobulinsynthesestörungen.

      CD40L wird nach T-Zell-Aktivierung mit PMA und Ionomycin auf nahezu allen CD4+ T-Zellen exprimiert. Ein vollständiger Defekt der CD40L-Expression ist für Patienten mit X-chromosomal vererbtem Hyper-IgM-Syndrom beschrieben. Mütter dieser Patienten weisen einen Carrier-Status auf, d.h. etwa 50% der CD4+ T-Zellen exprimieren CD40L. Ein ähnliches Bild (50% der CD4+ T-Zellen CD40L+) ist für eine Subgruppe von CVID-Patienten beschrieben.

      ICOS wird nach T-Zell-Aktivierung mit PMA und Ionomycin auf CD4+ und CD8+ T-Zellen exprimiert, auf CD4+ T-Zellen jedoch deutlich stärker. Ein vollständiger Defekt der ICOS-Expression ist für eine Subgruppe von CVID-Patienten beschrieben.

    • Indikation

      – CVID

      – Verdacht auf X-chromosomal vererbtes Hyper-IgM-Syndrom

      – Verdacht auf Carrier-Status eines X-chromosomal vererbten Hyper-IgM-Syndroms

      – andere Immunglobulinsynthese-Störungen unklarer Genese

    • Praeanalytik

      Transport und Lagerung bei Raumtemperatur!

      Material muss bis spätestens 12 Uhr im Labor sein!

    • Bewertung

      Die Befundmitteilung auf die Station erfolgt schriftlich und in der Regel am darauf folgenden Tag nach Materialeingang.

       

      Erwartungsbereich:

      Hochregulation von CD40L und ICOS bei >90% der T-Zellen

    • Durchfuehrung

      Montag-Donnerstag

    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      1 Tag
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Nach Stimulation mit verschiedenen Toll-like-Rezeptor-Liganden (LPS, PamCSK, R848) wird das Ausmaß des CD62L sheddings durch Granulozyten bestimmt.

    • Indikation

      V.a. Toll-like-Rezeptor-Defekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

    • Material

      Citrat-Blut 18 ml
      oder
      Heparin-Blut 18 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      2 Tage
    • Einheit

      % pos
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Untersuchung dient dem Nachweis CMV-antigenspezifischer T-Zellen.

      Dabei werden T-Zellpopulationen erfasst, die auf die Stimulation mit einem der CMV-spezifischen Antigene Immediate early protein 1 (IE1) oder dem Matrixprotein pp65, Interferon gamma (IFNg) produzieren.

      Effektorzytokine wie z.B. IFNg können nur von antigen-erfahrenen T-Zellen, jedoch nicht von naiven T-Zellen, produziert werden. Der Nachweis von IFNg-produzierenden T-Zellen nach Stimulation CMV-Antigenen ist damit ein indirekter Nachweis für eine stattgefundene Infektion mit dem CMV-Erreger. Sind durch andere diagnostische Massnahmen Hinweise auf einen zurückliegenden Kontakt vorhanden, so ist der fehlende Nachweis von antigenspezifischen T-Zellpopulationen ein möglicher Hinweis auf einen zellulären Immundefekt. Eine Primärinfektion mit CMV bzw. eine CMV-Reaktivierung kann bei immuninkompetenten Patienten, insbesondere bei Patienten nach Transplantation, zu schweren Verläufen mit Pneumonie, Ösophagitis, Enterokolitis und Organabstoßung führen. Das Monitoring der CMV-spezifischen T-Zellimmunität kann zur Risikobewertung einer CMV-Erkrankung nach Organtransplantation sowie zur Kontrolle der Ausbildung/Regeneration einer effektiven anti-CMV T-Zellimmunität und Optimierung der anti-viralen Chemotherapie nach Knochenmarkstransplantation eingesetzt werden.

    • Indikation

      – CMV-Infektion

      – V.a. zellulären Immundefekt

      – Risikobewertung für Entwicklung einer CMV-Erkrankung nach Organtransplantation

      – Kontrolle der Ausbildung/Regeneration einer CMV-spezifischen T-Zellimmunität nach Knochenmarkstransplantation

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb  4h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die schriftliche Befundmitteilung auf die Station erfolgt in der Regel am Tag der Auswertung, spätestens 2 Tage nach dem Materialeingang im Labor.

       

      Eine Reaktion auf einen Antigen – Stimulus ist positiv, wenn der prozentuale Anteil detektierbarer IFNg+-Zellen abzüglich des prozentualen Anteils der IFNg+-Zellen nach DMSO-Stimulation (Leerwert) größer/gleich 0,05 % beträgt.

      Bei einem wiederholt negativen Resultat in der Positivkontrolle ist davon auszugehen, dass dieser Befund nicht durch methodische Fehler bedingt ist. Als zusätzliche Methode zum Aussschluß eines methodischen Fehlers sollte in diesem Fall eine IFNg-Messung im Kulturüberstand von stimulierten Zellen (Positivkontrolle) mittels Cytokine bead Array durchgeführt werden. Wenn auch dieses Testverfahren ein negatives Resultat ergibt, wird in diesem Fall das Testergebnis (CMV Antigen-spezifische T-Zellen) als negativ für das spezifische Antigen bewertet und der Befund mit dem Verweis auf das Vorliegen einer global eingeschränkten T-Zellfunktion freigegeben.

    • Durchfuehrung

      Montag-Donnerstag

    • Material

      Citrat-Blut 18 ml
      oder
      Heparin-Blut 18ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      2 Tage
    • Einheit

      % pos.
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Untersuchung dient dem Nachweis EBV-antigenspezifischer T-Zellen.

      Dabei werden T-Zellpopulationen erfasst, die auf die Stimulation mit einem der EBV-spezifischen Antigene EBNA-1 (nukleäres Antigen), BZLF, LMP-1 oder LMP-2 (latente Membranproteine) Tumor necrosis factor alpha (TNFα) produzieren.

      Das Effektorzytokin TNFα wird von antigen-erfahrenen T-Zellen wesentlich stärker im Vergleich zu naiven T-Zellen produziert. Der Nachweis von TNFα-produzierenden T-Zellen nach Stimulation mit EBV-Antigenen ist damit ein indirekter Nachweis für eine stattgefundene Infektion mit dem EBV-Erreger. Sind durch andere diagnostische Massnahmen (Serologie, direkter Virusnachweis) Hinweise auf einen zurückliegenden Kontakt vorhanden, so ist der fehlende Nachweis von antigenspezifischen T-Zellen ein möglicher Hinweis auf einen zellulären Immundefekt. Mehr als 90% der erwachsenen Bevölkerung sind mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert. Nach einer Primärinfektion verbleibt das Virus lebenslang in ruhenden B-Lymphozyten. Bei immunkompetenten Menschen wird EBV durch das Immunsystem kontrolliert, sodass es nicht zu einer unkontrollierten Vermehrung oder zu einer Proliferation von latent infizierten B-Lymphozyten kommt. Basierend auf einer stark eingeschränkten zellulären Immunität (z.B. unter immunsuppressiver Therapie oder im Rahmen von Immundefekten) kann das Gleichgewicht von viraler Aktivität und immunologischer Kontrolle jedoch gestört sein. Dann können eine EBV-Primärinfektion oder eine EBV-Reaktivierung maligne B-Zell-Lymphome (z.B. PTLD) verursachen. Eine fulminante, oft fatal verlaufende akute infektiöse Mononukleose kann in sporadischer Form (ca. 1 auf 3000 Fälle) oder bei ca. 60% der männlichen Patienten mit einer X-chromosomalen lymphoproliferativen Erkrankung (Letalität über 90%) auftreten. Das Monitoring der EBV-spezifischen T-Zellimmunität kann zur Risikobewertung einer EBV-Erkrankung nach Organtransplantation sowie zur Kontrolle der Ausbildung/Regeneration einer effektiven anti-EBV T-Zellimmunität und Optimierung der anti-viralen Chemotherapie nach Knochenmarkstransplantation eingesetzt werden (1-3).

    • Indikation

      V.a. auf zellulären EBV-spezfischen Immundefekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb  4h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die schriftliche Befundmitteilung auf die Station erfolgt in der Regel am Tag der Auswertung, spätestens 2 Tage nach dem Materialeingang im Labor.

      Eine Reaktion auf einen Antigen – Stimulus ist positiv, wenn der prozentuale Anteil detektierbarer TNFa+-Zellen abzüglich des prozentualen Anteils der TNFa+-Zellen nach DMSO-Stimulation (Leerwert) größer/gleich 0,05 % beträgt.

      Bei einem wiederholt negativen Resultat in der Positivkontrolle ist davon auszugehen, dass dieser Befund nicht durch methodische Fehler bedingt ist. Als zusätzliche Methode zum Aussschluß eines methodischen Fehlers sollte in diesem Fall eine TNFa-Messung im Kulturüberstand von stimulierten Zellen (Positivkontrolle) mittels ELISA durchgeführt werden. Wenn auch dieses Testverfahren ein negatives Resultat ergibt, wird in diesem Fall Das Testergebnis (EBV Antigen-spezifische T-Zellen) als negativ für das spezifische Antigen bewertet und der Befund mit dem Verweis auf das Vorliegen eine global eingeschränkten T-Zellfunktion freigegeben.

    • Durchfuehrung

      Montag-Donnerstag

    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Enzyme Linked Immunosorbent Assay
    • Einheit

      pg/ml
    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Diagnostik und Monitoring von

      – Immundefizienzdiagnostik bei schweren, häufig rezidivierenden Infektionen, insbesondere Pilzinfektionen

      – iatrogener Immunsuppression im Rahmen einer immunsuppressiven Therapie

      – Erfassung von high- bzw. low-Respondern (genetisch determinierte Eigenschaft, auf einen Stimulation viel bzw. wenig des entsprechenden Zytokins zu produzieren)

      Durch eine Vollblutstimulation mit Staphylokokkus aureus Enteroxin B (SEB) kann untersucht werden, ob Lymphozyten mit einer adäquaten Bildung von Zytokinen reagieren. SEB zählt zu den Superantigenen.

      Diese sind schon in sehr niedrigen Konzentrationen in der Lage, eine sehr potente Aktivierung von T-Lymphozyten zu bewirken. Dies geschieht unabhängig von der Antigenspezifität der T-Lymphozyten.

      Superantigene sind Antigene, die ohne weitere Prozessierung eine direkte Bindung und somit Aktiverung von T-Zell-Rezeptor und MHC-II-Molekülen auf Antigenpräsentierenden Zellen verursachen.

      Diese Aktivierung führt zu einer massiven Ausschüttung einer Vielzahl von Zytokinen. Interleukin-17 ist ein von Th17-Lymphozyten synthetisiertes Zytokin, das eine wichtige Rolle in der Schleimhautimmunität, insbesondere bei der Immunantwort gegen mucosale Pilzinfektionen zu spielen schein.

      Die quantitative Bestimmung der IL-17 Produktion nach SEB-Stimulation ist eine funktionelle Testung der zellulären Immunantwort.

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 12h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Durchfuehrung

      1x/Monat

    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Chemilumineszenzassay
    • Dauer

      2 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 12h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Durchfuehrung

      täglich

    • Material

      EDTA-Blut 1 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      1 Tag
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Zwei Krankheitsbilder sind derzeit gut definiert: Leukozytenadhäsionsdefekt 1 (LAD I = LFA-1-Mangel) und Leukozytenadhäsionsdefekt 2 (LAD II = CDG IIc = carbohydrate deficient glycoprotein IIc)

      Beim LAD I wird die gemeinsame Beta-Kette (CD18, ein Beta2-Integrin) von 4 heterodimeren Adhäsionsmolekülen auf der Oberfläche der Granulozyten nicht gebildet, so daß auch die damit assoziierten Alpha-Ketten (CD11a, b, c, d) ebenfalls nicht zur Expression gelangen. Neben dem kompletten Defekt sind Schwachformen beschrieben, wo bei nur leicht subnormaler Oberflächenexpression von CD18 keine Funktion der extrazellulären Domäne vorliegt. Auch eine kombinierte Dysfunktion der Beta-Integrine b1, b2 und b3, die neben Infektneigung auch Zeichen der Thrombasthenia Glanzmann aufweist, wurde beschrieben.

      LAD II beruht auf einer Fucosylierungsstörung von Fucosyl-Glykoproteinen, z.B. auch des Sialyl-Lewis X = CD15s infolge des genetisch bedingten Mangels eines GDP-Fucose Transporters, der normalerweise den Transport von GDP-Fucose aus dem Zytosol in den Golgi-Apparat hinein bewirkt.

      Die Diagnose läßt sich durchflußzytometrisch sichern (Fehlen von CD18 bzw. CD15).

    • Indikation

      Klinisches Bild
      LAD I:
      – verzögertes Abfallen der Nabelschnur (normal bis 2 Wochen nach Geburt). Einer der ersten –
      – Omphalitis
      – rezidivierende bakterielle, zum Teil systemische Infekte, aber auch eine ausgeprägte Peridontitis, nekrotisierende und ulzerierende Lokalinfekte
      – Leukozyten- und Granulozytenzahl im Blut ist meist mäßig bis stark erhöht, im entzündeten Gewebe dagegen erniedrigt (sog. Gewebsneutropenie)
      LAD II:
      – Infektneigung ist im Vergleich zum LAD I geringer ausgeprägt ist
      – schwere Entwicklungsretardierung mit Mikrozephalie und eine auffällige Facies
      – Granulozytenzahl im Blut ist konstant erhöht
      – fucosylierte Zelloberflächenmoleküle fehlen, wodurch sich auf Erythrozyten der Blutgruppenphänotyp Bombay (Fehlen der ABO-Blutgruppe), auf Granulozyten das Fehlen von CD15s ergibt.

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

    • Material

      Citrat-Blut 18 ml
      oder
      Heparin-Blut 18 ml
    • Methode

      Lymphozytentransformationstest
    • Dauer

      5 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Mitogene induzieren in B- (B-Zell-Mitogene) bzw. T- (T-Zell-Mitogene) -Zellen eine polyklonale Antigen-unspezifische Proliferation. Diese Induktion ist je nach verwendetem Mitogen abhängig von anderen Faktoren wie z.B. Antigen-präsentierenden Zellen (APC). Antigene dagegen induzieren nur dann eine bereits nach wenigen Tagen nachweisbare T-Zellproliferation, wenn entsprechend hohe Frequenzen an Antigen-spezifischen T-Zellen in der Kultur vorhanden sind. Dies trifft in der Regel nur für sogenannte Gedächtniszellen zu. Da die Frequenz gewöhnlich gering ist, ist die durch Antigene induzierte Proliferation beträchtlich geringer im Vergleich zu Mitogenen. Mit Hilfe dieser Methode wird die ex vivo antigeninduzierte Proliferationsrate von humanen T-Lymphozyten des peripheren Blutes bei Verdacht auf spezifische zelluläre Sensibilisierung im Sinne einer Typ IV-Immunreaktion (Typ IV-Allergie) und zum Zweck der Untersuchung der zellulären Immunfunktion von Patienten bestimmt.

      Die in diesem Test verwendeten Antigene sind Tetanustoxoid, Influenza, Candida alb., CMV, PPD und Toxoplasma.

       

    • Indikation

      V.a. zellulären Immundefekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die Befundmitteilung auf die Station erfolgt schriftlich, spätestens 24 h nach der Messung.

       

      Stimulationsindex >3, mindestens in 2 der 3 Ansätzen, gilt als positiv

      Stimulationsindeces 2-3 gelten als grenzwertig und daher kontrollbedürftig

      Stimulationsindex <2 gilt als negativ

      Die Stärke der positiven Antwort (SI) wird auch mit der des Normalprobanden verglichen.

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

    • Material

      Heparin-Blut 3ml
    • Methode

      Lymphozytentransformationstest
    • Dauer

      5 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Mitogene induzieren in B- (B-Zell-Mitogene) bzw. T- (T-Zell-Mitogene) -Zellen eine polyklonale Antigen-unspezifische Proliferation. Diese Induktion ist je nach verwendetem Mitogen abhängig von anderen Faktoren wie z.B. Antigen-präsentierenden Zellen (APC). Antigene dagegen induzieren nur dann eine bereits nach wenigen Tagen nachweisbare T-Zellproliferation, wenn entsprechend hohe Frequenzen an Antigen-spezifischen T-Zellen in der Kultur vorhanden sind. Dies trifft in der Regel nur für sogenannte Gedächtniszellen zu. Da deren Frequenz gewöhnlich gering ist, ist die durch Antigene induzierte Proliferation beträchtlich geringer im Vergleich zu Mitogenen.

      Mit Hilfe dieser Methode wird die ex vivo antigeninduzierte Proliferationsrate von humanen T-Lymphozyten des peripheren Blutes bei Verdacht auf spezifische zelluläre Sensibilisierung im Sinne einer Typ IV-Immunreaktion (Typ IV-Allergie) und zum Zweck der Untersuchung der zellulären Immunfunktion von Patienten bestimmt. Die üblicherweise verwendeten Stimulanzien sind PHA, plate-bound a-CD3, PWM, SAC, IL-2 sowie die Antigene Tetanustoxoid, Diphteriatoxoid, Candida-Antigen und bei entsprechender Fragestellung auch PPD.

    • Indikation

      V. a. zellulären Immundefekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

      Nach Möglichkeit bitte als Kontrolle Blut von einem gesunden Probanden der gleichen Altersgruppe mitschicken („Reisekontrolle“).

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

      Die Proliferation wird mittels Einbau von 3H-Thymidin in die DNA sich teilender Zellen bestimmt. 3H-Thymidin ist ein ß-Strahler (HWZ ca. 12 Jahre), die emittierte ß-Strahlung entspricht dem 3H-Thymidin-Einbau und damit dem Ausmaß an induzierter Proliferation.

    • Material

      Heparin-Blut 3ml
    • Methode

      Lymphozytentransformationstest
    • Dauer

      5 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Mitogene induzieren in B- (B-Zell-Mitogene) bzw. T- (T-Zell-Mitogene) -Zellen eine polyklonale Antigen-unspezifische Proliferation. Diese Induktion ist je nach verwendetem Mitogen abhängig von anderen Faktoren wie z.B. Antigen-präsentierenden Zellen (APC).  

      Die verwendeten Stimulanzien sind PHA, plate-bound a-CD3, PWM, SAC und IL-2.

    • Indikation

      V.a. zellulären Immundefekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

      Nach Möglichkeit bitte als Kontrolle Blut von einem gesunden Probanden der gleichen Altersgruppe mitschicken („Reisekontrolle“).

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

      Die Proliferation wird mittels Einbau von 3H-Thymidin in die DNA sich teilender Zellen bestimmt. 3H-Thymidin ist ein ß-Strahler (HWZ ca. 12 Jahre), die emittierte ß-Strahlung entspricht dem 3H-Thymidin-Einbau und damit dem Ausmaß an induzierter Proliferation.

    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      1 Tag
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Der Test misst die Aktivität des oxidativen Burst phagozytierender Zellen. Dabei handelt es sich um die Bildung reaktiver Sauerstoffmetabolite, die in den Phagosomen befindliche Erreger abtöten sollen. Die Burstaktivität kann bei verschiedenen Erkrankungen verändert sein. Prinzipiell unterscheidet man zwischen angeborenen und erworbenen Ursachen. Die wichtigste Ursache für eine angeborene Störung mit reduzierter oder fehlender Burstaktivität ist die chronische Granulomatose (CGD). Die Erkrankung manifestiert sich meist während der ersten zwei Lebensjahre und führt zu rezidivierenden bakteriellen und mykotischen Infektionen. Eine erworbene Verminderung der Burstaktivität tritt u.a. bei immunsupprimierten und AIDS-Patienten auf.

    • Indikation

      – rezidivierende abszedierende Infekte (Milz, Leber, Lymphknoten, Haut/Schleimhäute, Lunge)
      – granulomatöse Entzündungen und Fieberschübe auch ohne Infektionen

      – ungewöhnlich häufige Infekte,
      – ungewöhnlich schwere therapieresistente Verläufe
      – verzögerte Wundheilung teilweise mit Fistelbildung

      – polytope Infektionen mit demselben Erreger

      – ungewöhnliche Erreger

      – verzögertes Abfallen der Nabelschnur (nach dem 14. Lebenstag)

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die Befundmitteilung auf die Station erfolgt schriftlich, in der Regel spätestens am Folgetag nach Eingang des Materials.

      Die Befunde werden als Vergleich der Ergebnisse des Patienten zum Kontrollprobanden interpretiert.

      Bei Verdacht auf CGD-Überträgerin (Zweigipflichkeit) wird der prozentuelle Anteil der reaktiven vs. nicht reaktiven Phagozyten bestimmt.

       

      Folgende Medikamente vermindern die Bildung von Sauerstoffradikalen :

      Chlortetrazyklin, Amphotericin, Amoxicillin, Tetracyclin, Doxycyclin, Trimethoprim/sulfamethoxazol, Clindamycin, Fusidinsäure, Rifampicin, Isoniacid, Erythromycin, Tobramycin

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      1 Tag
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Bei Verdacht auf eine gestörte Granulozytenfunktion (septische Granulomatose/CGD, häufige/schwere eitrige bakterielle Infektionen) empfehlen sich die folgenden Untersuchungen:

      • Phagoburst-Test (intrazelluläre Sauerstoffradikalbildung)
      • Leukozytenadhäsionsdefekt 1/2 Diagnostik
      • Phagozytosetest

       

      Eine veränderte Phagozytoseleistung kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen auftreten. Die Defekte können unter anderem mit Funktionsstörungen der phagozytierenden Zellen zusammenhängen. Man unterscheidet hier angeborene Defekte (z.B. Aktin-Dysfunktion, Tuftsin- und C3bi-Rezeptordefizienz), die aufgrund der beeinträchtigten Phagozytoseleistung der neutrophilen Granulozyten zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen, Reihe erworbener Defekte, die ebenfalls mit einer reduzierten Phagozytoseleistung einhergehen (z.B. Sepsis, Immunsuppression, Diabetes, Nierenversagen u.a.).

    • Indikation

      V.a. Immundefekt:

      häufig rezidivierende oder persisterende bakterielle oder mykotische Infektionen

      (oberer Respirationstrakt, Pneumonien, eitrige Hautinfektionen/Abszesse, Wundheilungsstörungen)

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

    • Material

      Lithium-Heparin-Vollblut 10 ml
    • Methode

      Enzyme Linked Immunosorbent Assay
    • Einheit

      IE/ml
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Was ist neu im QFT-TB Plus Test? 

      Im QFT-TB-Plus werden jetzt vier anstelle von drei speziellen Röhrchen verwendet. Dabei werden neben einer Positivkontrolle (Mitogen), einer Negativkontrolle (NIL) nun zwei Stimulationsröhrchen (TB1 und TB2) mit spezifischen Peptiden aus den Mtb-Proteinen ESAT-6 und CFP-10 zum Nachweis von Mtb-spezifischen T-Zellen eingesetzt. Das zweite Stimulationsröhrchen enthält dabei zusätzliche Peptide zum Nachweis von Mtb-spezifischen CD8+ T-Zellen. Dadurch erhöht sich laut Herstellerangaben die Sensitivität im Vergleich zum bisherigen QFT-Test, insbesondere bei Hochrisikopatienten und Immunsupprimierten.

    • Indikation

      • indirekter Nachweis einer Infektion mit Mycobakterium tuberculosis. Der Test unterscheidet dabei allerdings nicht zwischen einer aktiven oder latenten Mtb-Infektion.
      • Ausschluss einer latenten Infektion vor immunsuppressiver Therapie (z.B. anti-TNFa-Blocker, Transplantation)
      • Umgebungsuntersuchungen von Patienten mit aktiver Tuberkulose
    • Praeanalytik

      Transport innerhalb 12 bis max 16h ins Labor bei Raumtemperatur

    • Bewertung

      Negatives Testergebnis:
      Bei einem negativen Testergebnis ist eine Infektion mit Mycobacterium tuberculosis nicht wahrscheinlich.
      Eine anamnestische BCG-Impfung ruft KEIN positives Ergebnis im QuantiFERON-Tb Gold-Test hervor. 

      Positives Testergebnis:
      Ein positives Testergebnis beweist eine frühere Infektion mit Mycobacterium tuberculosis. Eine Unterscheidung zwischen einer (in den meisten Fällen) latenten von einer aktiven Tuberkulose ist mit dem QuantiFERON-Tb-Test jedoch nicht möglich.
      Es behalten deshalb alle aktuellen Empfehlungen für die bildgebende, mikrobiologische und molekularbiologische Diagnostik bei klinischem Verdacht auf eine aktive Tuberkulose ihre volle Gültigkeit.

      Aus der Höhe der gemessenen IFN-gamma-Konzentration lassen sich keine Rückschlüsse auf das Sta­dium oder den Grad der Infektion, das Ausmaß der Immunreaktivität oder die Wahrscheinlich­keit einer Progression bei aktiver Erkrankung ziehen.

      Bei unschlüssigen oder grenzwertig positiven Befunden sollten weitere Untersuchungen durch­geführt werden. Diese schließen eine Wiederholung des QuantiFERON®-TB Tests, eine alternative Methode zur Bestimmung TB Antigen-spezifischer T-Zellen (ELISPOT, intrazellulärer IFN-gamma-Nachweis/ESAT-6 spezifische T-Zellen), sowie eine weitergehende Untersuchung der zellulären Immuni­tät (z.B. Immunstatus, ConA-induzierte Zytokinproduktion) ein. Darüber hinaus sind für die Bestätigung bzw. den Ausschluss einer Tb-Erkrankung weitere medizinische und diagnostische Untersuchungen (z.B. Röntgen-Thorax, Tuberkulin-Hauttest) erforderlich.

    • Durchfuehrung

      i.d.R. werktäglich

    • Synonym

      Th1/Th2 Zytokine nach ConA-Stimulation
    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      2 Wochen
    • Einheit

      pg/ml
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Mit Vollblutstimulation durch Concanavalin A (ConA) kann untersucht werden, ob T-Zellen adäquat mit der Bildung von Zytokinen auf eine Stimulation durch ConA reagieren. ConA ist ein Lektin, das über die Vernetzung des CD3-Moleküls zur T-Zell-Aktivierung führt, vorausgesetzt, daß mindestens 0.1% Monozyten im Ansatz enthalten sind (d.h. die ConA-induzierte Zytokinstimulation ist APC-abhängig). Mittels ConA-Stimulation können APC-abhängige T-Zell-Defekte von APC-unabhängigen T-Zell-Defekten (im Zusammenhang mit APC-unabhängigen T-Zell-Stimuli) diagnostiziert werden.

      Darüber hinaus können T-Lymphozyten-Funktionsstörungen schwerpunktmäßig auf TH1- oder auf TH2-Seite liegen. Ein TH1-Defekt macht sich durch Störungen der zellulären Abwehr (IgG1, IgG3) bemerkbar. Ein TH2-Defekt betrifft die humorale Abwehr (IgG2, IgG4, IgA, IgE). Beide Seiten sind durch spezifische Zytokinmuster charakterisiert: IFN-g, TNF-a und IL-2 repräsentieren im vorliegenden Testsystem die TH1-Antwort, IL-4, IL-5 und IL-10 die TH2-Antwort. Daneben sind Typ-I-Allergien mit einer TH1/TH2-Dysbalance in Richtung TH2 assoziert.

      Der Zytokinnachweis nach ConA-Stimulation erlaubt zusätzlich die Erfassung eines isolierten  Zytokin(pseudo)synthesedefekts.

      Durchflußzytometrisch (cytokine bead array) werden folgende Zytokine quantitativ bestimmt: TNFa, IFNg, IL2, IL4, IL5, IL10.

    • Indikation

      – schwere Infektionen, rezidivierende Infektionen

      – Antikörpermangelsyndrome (z.B. CVID)

      – Monitoring immunsuppressiver Therapie

      – Typ-1-Allergien

      – V. a. T-Zellabwehrschwäche (u. a. IFNg-Mangel, IFNg-Rez.-Defekt)

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 12h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die Befundmitteilung auf die Station erfolgt schriftlich spätestens 24 h nach erfolgter Zytokinmessung (i.d.R. montags).

    • Durchfuehrung

      täglich

      Concanavalin A (Con A), ein pflanzliches Lectin und stimuliert über Crosslinking von CD3 in Abhängigkeit von Antigen-präsentierenden Zellen T-Zellen. Nach Inkubation mit ConA in Zellkulturmedium über 24 Stunden können T-Zell-Zytokine im Überstand gemessen werden.

    • Material

      Citrat-Blut 18 ml
      oder
      Heparin-Blut 18 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      2 Tage
    • Einheit

      % pos
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Untersuchung dient dem Nachweis antigenspezifischer T-Zellen. Dabei werden T-Zellpopulationen erfasst, die auf die Stimulation mit einem der tuberkulosespezifischen Antigene PPD, CFP10 und ESAT6 Interferon gamma produzieren. ESAT6 und CFP10 sind sezernierte Proteine des Tuberkulose Erregers Mycobacterium tuberculosis und kommen im Gegensatz zu PPD nicht in den zur BCG-Impfung verwendeten Mycobacterium bovis Stämmen, oder den meisten anderen Mycobakterienarten vor. In der Annahme, dass nur T-Zellpopulationen, die einen vorangegangenen Kontakt mit einem der zur Stimulation eingesetzten Antigene gehabt haben Interferon gamma produzieren, ist der Nachweis dieser Zellpopulationen ein Hinweis auf einen zurückliegenden Kontakt mit dem Erreger. Sind durch andere diagnostische Massnahmen Hinweise auf einen zurückliegenden Kontakt vorhanden, so ist der fehlende Nachweis von antigenspezifischen T-Zellpopulationen ein möglicher Hinweis auf einen zellulären Immundefekt.

      Durch den Nachweis von ESAT6-spezifischen T-Lymphozyten im peripheren Blut kann daher mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine stattgefundene Infektion mit Mycobacterium tuberculosis geschlossen werden.

       

      Hinweis:

      Primärdiagnostik bei V.a. latente TB ist der Quantiferon-Test; die Bestimmung TB-spezifischer T-Zellen ist geeignet als Sekundärdiagnostik, wenn das Resultat des Quantiferon-Testes unschlüssig ist bzw. wenn eine genaue Quantifizierung TB-Antigen-spezifischer T-Zellen gewünscht ist

    • Indikation

      – TBC-Infektion

      – Vor anti-TNFα – Therapie

      – V.a. Zellulären Immundefekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb  4h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die schriftliche Befundmitteilung auf die Station erfolgt in der Regel am Tag der Auswertung, spätestens 2 Tage nach dem Materialeingang im Labor.

       

      Eine Reaktion auf einen Antigen – Stimulus ist positiv, wenn der prozentuale Anteil detektierbarer IFNg+-Zellen abzüglich des prozentualen Anteils der IFNg+-Zellen nach DMSO-Stimulation (Leerwert) größer/gleich 0,05 % beträgt.

      Bei einem wiederholt negativen Resultat in der Positivkontrolle ist davon auszugehen, dass dieser Befund nicht durch methodische Fehler bedingt ist. Als zusätzliche Methode zum Aussschluß eines methodischen Fehlers sollte in diesem Fall eine IFNg-Messung im Kulturüberstand von stimulierten Zellen (Positivkontrolle) mittels ELISA durchgeführt werden. Wenn auch dieses Testverfahren ein negatives Resultat ergibt, wird in diesem Fall Das Testergebnis (TB Antigen-spezifische T-Zellen) als negativ für das spezifische Antigen bewertet und der Befund mit dem Verweis auf das Vorliegen eine global eingeschränkten T-Zellfunktion freigegeben.

    • Durchfuehrung

      Montag-Donnerstag

    • Material

      Heparin-Blut 3 ml
    • Methode

      Chemilumineszenzassay
    • Dauer

      3 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Toll Like Rezeptoren (TLR) sind als Teil des angeborenen Immunsystems und der Pattern Recognition Rezeptoren (PRRs) für die Aktivierung von Granulozyten, Monozyten, Makrophagen und Lymphozyten beim ersten Kontakt mit Bakterien, Pilzen und Viren verantwortlich. Sie dienen der Erkennung von PAMPs (Pathogen Associated Molecular Patterns), d.h. Strukturen, die auf und in Bakterien, Viren und Pilzen vorkommen, und steuern die Aktivierungen von Genen (z.B. IL-6 und IL-10). Toll like Rezeptoren sind evolutionär eher alte Rezeptoren und tragen trotzdem zur spezifischen Immunabwehr gegen die genannten Erreger bei. Beim Menschen sind zehn verschiedene TLRezeptoren bekannt und mittlerweile sind einige angeborene Immundefekte beschrieben, die durch einem Defekt von Molekülen, die an der Signalübertragung der Signale von den Rezeptoren an der Zelloberfläche zum Zellkern beteiligt sind, verursacht werden. Eine angeborene Defizienz der signalübertragenden Moleküle IRAK-4, MyD88, NEMO und IkBα erhöhen die Prädisposition für invasive Pneumokkeninfektionen und Staphylokokkeninfektionen. Defekte von NEMO und IkBα erhöhen prädisponieren außerdem zu Infektionen durch Herpesviren, Mykobakterien und Pneumocystis jirovecii. Defekte im TLR3 und in UNC93, einem Molekül im Signalweg von TLR3, TLR7 und TLR8, prädisponieren zu einer Encephalitis durch HSV1. Mit Ausnahme des TLR3 und TLR4 benötigen alle beim Menschen bekannten Toll-like Rezeptoren MyD88 und IRAK-4 für die Signalübertragung.

      Mit dieem Funktionstest können Defekte in der TLR-Signalübertragung diagnostiziert werden. Folgende angeborene Immundefekte können mit diesem Test identifiziert werden: Autosomal rezessiver vollständiger MyD88 Defekt, autosomal rezessiver vollständiger IRAK4-Defekt, x-chromosomal rezessiver NEMO-Defekt, autosomal dominanter IkBα Defekt.

    • Indikation

      V.a.:
      Autosomal rezessiver vollständiger MyD88 Defekt
      autosomal rezessiver vollständiger IRAK4-Defekt
      x-chromosomal rezessiver NEMO-Defekt
      autosomal dominanter IkBα Defekt

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 24h bei Raumtemperatur ins Labor

      Bei Ansätzen für auswärtige Einsender wird eine Transportkontrolle mit angefordert. Zusätzlich zu dieser Transportkontrolle wird als laborinterne Tageskontrolle Vollblut eines gesunden Kontrollprobanden mit angesetzt.

      Bei hausinternen Anforderungen bitte nach Möglichkeit eine alters- und geschlechtspassende Tageskontrolle mitschicken.

    • Bewertung

      Die Befundmitteilung auf die Station erfolgt schriftlich, spätestens 24 h nach der Messung.

      Eine im Vergleich zur gesunden Kontrollperson um mehr als 30-50% verminderte Produktion von IL-6 oder IL-10 nach Stimulation gilt als pathologisch.

    • Durchfuehrung

      Montag-Freitag

    • Material

      Heparin-Blut 1 ml
    • Methode

      Chemilumineszenzassay
    • Dauer

      2 Tage
    • Einheit

      pg/ml
    • Referenzbereich

      bis 120 Jahre 300.0 – 2000.0
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Lipopolysaccharide (LPS) der äußeren Zellwand gram-negativer Bakterien wirken über Toll-like-Receptor 4 auf Monozyten, Granulozyten und Endothelzellen. Die Sekretion der Monokine (insbesondere TNF-a, IL-1ß, IL-10) nach in vitro LPS-Stimulation kann gemessen werden und gibt Aufschluss über die monozytäre Immunkompetenz.

    • Indikation

      Diagnostik und Monitoring von

      – iatrogener Immunsuppression im Rahmen einer immunsuppressiven Therapie

      – Immunparalyse (definiert durch <5000 HLA-DR-Moleküle/Monozyt) bei Patienten nach Polytrauma, Operation, Herzinfarkt

      – immunstimulierenden Therapien bei Patienten in Immunparalyse

      – Erfassung von high- bzw. low-Respondern (genetisch determinierte Eigenschaft, auf einen Stimulation viel bzw. wenig des entsprechenden Zytokins zu produzieren)

      – Immundefizienzdiagnostik

    • Praeanalytik

      Transport bitte innerhalb 12h bei Raumtemperatur ins Labor

    • Bewertung

      Die Befundmitteilung auf die Station erfolgt schriftlich spätestens 24 h nach erfolgter Zytokinmessung.

    • Durchfuehrung

      täglich

    • Material

      Heparin-Blut 6-10 ml
    • Methode

      Durchflusszytometrie
    • Dauer

      2 Tage
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Dieser Test dient zur Abklärung eines Makrophagenaktivierungssyndroms (MAS) bzw. einer Hämophagozystischen Lymphohistiozytose (HLH). Eine HLH ist ein lebensbedrohliches Hyperinflammationssyndrom, das durch eine exzessive Aktivierung von Makrophagen und T-Zellen charakterisiert ist. MAS beschreibt die HLH bei bereits bekannten Autoimmun- und Autoinflammationserkrankungen.

      Usache dieser dysregulierten Immunantwort sind angeborene oder erworbene Defekte der zytotoxischen Funktion von Natürlichen Killer- (NK-)Zellen oder zytotoxischen T-Zellen, die zu einer Ansammlung von aktivierten Makrophagen und T-Lymphozyten in allen Organen sowie einer massiven Freisetzung von pro-inflammatorischen Zytokinen führen. Die daraus resultierende überschießende systemische Entzündungsreaktion ist unbehandelt oder bei zu spätem Therapiebeginn mit einer hohem Mortalität von 30-70% assoziiert.

      Die klinischen Symptome der HLH ähneln denen eines septischen Krankheitsbildes. Die HLH stellt daher eine wichtig Differentialdiagnose zur Sepsis dar, muss jedoch anders als eine Infektions-bedingte Hyperinflammation immunsupressiv behandelt werden. Charakteristisch für eine HLH ist die Symptomentrias bestehend aus Antibiotikatherapie-refraktärem Fieber, einer Spenomegalie und Bi- oder Trizytopenie. Weitere laborchemische Befunde sind eine Hyperferritinämie, Hypofibrinogenämie, erhöhte Trigylzeride und Transaminasen und sowie ein stark erhöhter löslicher IL-2 Rezeptor. Das der Erkrankung namensgebende Phänomen der Hämophagozytose im Knaochenmark lässt sich dagegen nur bei einem Teil der Patienten nachweisen. Man unterscheidet primäre, angeborene von sekundären Formen.

      Schwere systemische Entzündungsreaktionen gehen häufig mit einer stark verminderten Lymphozytenzahl einher. Daher sollte vor Durchführung eines NK-Zell-Funktionstestes überprüft werden, ob eine ausreichende Zahl an Lymphozyten vorhanden ist.

      Für mehr Informationen: http://www.laborberlin.com/diagnostik_bulletins.pdf

    • Indikation

      Abklärung HLH, MAS

    • Praeanalytik

      Lagerung und Transport bei Raumtemperatur (max. 24h)

    • Durchfuehrung

      Montag bis Donnerstag

      Nur nach telefonischer Terminvereinbahrung (030/405 026 470)

Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH
Tel: +49 (30) 405 026-800

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