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    • Material

      Serum 1 ml
    • Methode

      Elektro Chemilumineszenz Immuno-Assay
    • Einheit

      mU/l
    • Referenzbereich

          2,5%il 97,5%il


      Insulin

           
      Fastenzustand 6-12 Std. 2,6 24,8
      Fastenzustand >12 Std. <2,6  

      R-HOMA
           
      Jungen 0-9 Jahre 0,33 1,88
        9-13 Jahre 0,58 3,28
        13-16 Jahre 0,61 3,31
      Mädchen 0-9 Jahre 0,34 2,07
        9-13 Jahre 0,79 3,86
        13-16 Jahre 0,68 3,1
      alle > 16 Jahre normal <3  
        Grenzbereich 3-4  
        pathologisch >4  

      Insulin-Sensitivitäts-Index
         
        normal 6-12  
        Grenzbereich 4-6  
        pathologisch < 4  
        Typ 2-Diab. Mellitus < 2,6  
             
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Insulin ist ein Peptidhormon (51 AS), welches in den endokrinen beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es besteht aus zwei  Peptidketten und wird durch Spaltung des Vorläufers Prä-Pro-Insulin gebildet, dabei wird das Verbindungsstück – C-Peptid –  abgespalten. Insulin wird blutzuckerabhängig produziert und ist das wichtigste blutzuckersenkende Hormon des Körpers. Die Plasmahalbwertszeit von Insulin beträgt etwa 5 min, der Abbau findet in der Leber statt.

    • Indikation

      Hypoglykämie, Insulinresistenz, Glukosetoleranzstörungen, Diabetes

    • Praeanalytik

      Stabilität: im abzentrifugiertem Serum ca. 24 Std. stabil bei RT, bei 4-8“C bis zu 7 Tagen

    • Bewertung

      Besonderheiten bei der Beurteilung von Insulinspiegeln

      Generell
      Die angegebenen Referenzwerte sind nur im Fastenzustand (> 12 Std. bei Erwachsenen) gültig. In allen anderen Situationen kann der Insulinspiegel nur in Zusammenhang mit dem bei Entnahme gemessenen Blutzuckerspiegel adäquat beurteilt werden. Hypoglykämiediagnostik
      Bei der Hypoglykämiediagnostik gelten für den neuen Assay höhere Grenzwerte für die klinisch relevante Insulinkonzentration. Im Fastentest sind Spiegel > 2,6 mU/L als erhöht und in der Hypoglykämie sollte der Insulinspiegel auf  < 2,0 mU/L abfallen. Werte zwischen 2,0 und 2,6 mU/L sollten als Graubereich betrachtet werden und erfordern weitere Diagnostik (z.B. C-Peptid).
      Insulin-Resistenz-Indizes
      Bei gleichzeitiger Anforderung von Insulin und Glukose (Fluorid-Plasma) wird automisch der R-HOMA (nach Mathews) als Maßzahl der basalen Insulinresistenz berechnet. Die angegebenen Referenzwerte  gelten nur im Fastenzustand (steady-state). Im oGTT wird der Insulin-Sensitivitäts-Index  (ISI) nach Matsuda als Maßzahl für die Insulinsensitivität unter Belastung berechnet und auf dem Befund angegeben.

    • Durchfuehrung

      tägliche Bestimmung, Routineparameter

    • Material

      EDTA-Plasma 1,0 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Enzyme Linked Immunosorbent Assay
    • Einheit

      pmol/l
    • Referenzbereich

      <14,4

    • Akkreditiert

      Ja
    • Praeanalytik

      EDTA – Plasma bis zu 48 Stunden stabil, danach tiefgefroren versenden.

    • Durchfuehrung

      Ansatztage: Mo und Do

    • Synonym

      Glucose
    • Material

      Fluorid-Blut 1 ml
      oder
      Heparin-Plasma 1 ml
      oder
      Serum 1 ml
    • Methode

      photometrische Bestimmung
    • Einheit

      mg/dl
    • Referenzbereich

      Heparin-Plasma, Serum:

      bis 1 Tag 40 – 60
      bis 28 Tage 50 – 80
      bis 18 Jahre 60 – 100
      bis 60 Jahre 74 – 106
      60 bis 90 Jahre 82 – 115
      > 90  Jahre 75 – 121

       

      Fluorid-Blut:
      60 – 110

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Blutglucosekonzentration wird im wesentlichen durch die Hormone Insulin und Glukagon reguliert. Insulin entfaltet seine Wirkung u.a. durch Steigerung der Glykogensynthese und Hemmung der Glykogenolyse und der Gluconeogenese; Glukagon wirkt entgegengesetzt. Ab einer Glucosekonzentration im Blut von etwa 180 mg/dl wird die Nierenschwelle überschritten und Glucose erscheint im Urin.

    • Indikation

      Erkennung einer diabetischen Stoffwechselstörung, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus, Nachweis einer Hypoglykämie

    • Praeanalytik

      Bitte Fluorid-Röhrchen verwenden, Hepatin oder Serum nur für Notfalluntersuchungen!

      Störfaktoren:
      Erniedrigte Werte bei langer Probenverwahrzeit
      Einflussfaktoren:
      Erniedrigte Werte durch Antidiabetika

    • Bewertung

      Erhöhte Werte:
      Diabetes mellitus, Pankreaserkrankungen, endokrinologische Erkrankungen (M. Cushing, Akromegalie, Phäochromozytom, Hyperthyreose), Hämochromatose, Lebererkrankungen

      Erniedrigte Werte:
      Überdosierung von Antidiabetika, Inselzelltumoren, extrapankreatische Tumoren, Malnutrition, starke körperliche Arbeit, Malabsorption, chronischer Alkoholismus, Lebererkrankungen

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter, Messung von Notfällen jederzeit möglich

    • Material

      Serum 1 ml
    • Methode

      Elektro Chemilumineszenz Immuno-Assay
    • Einheit

      µg/l
    • Referenzbereich

      1,1 – 4,4
    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      V.a. Insulinom, Insulin-induzierte Hypoglycaemia factitis, Kontrolle der endogenen Insulinreserve.

    • Praeanalytik

      C-Peptid ist über 2-4 Stunden im Serum stabil. Ein möglichst schnelles abzentrifugieren ist wünschenswert.
       

    • Durchfuehrung

      Die Messung ist jederzeit möglich (24/7)

    • Material

      EDTA-Blut 0,5 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Radioimmunoassay
    • Einheit

      ng/l
    • Referenzbereich

      <209 ng/l

    • Akkreditiert

      Ja
    • Praeanalytik

      Blutentnahme nüchtern (nach 12 Stunden Nahrungskarenz);
      Geringe Stabilität, daher BE im Labor oder Probe sofort nach der Entnahme zentrifugieren, Plasma in ein zweites Röhrchen abpipettieren und bei -20°C einfrieren.

    • Durchfuehrung

      1x/Woche dienstags

    • Synonym

      5-Hydroxytryptamin (5-HT), Trytamin (5-OH)
    • Material

      Serum 1 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
    • Einheit

      µg/l
    • Referenzbereich

      bis 200 µg/l

    • Akkreditiert

      Ja
    • Praeanalytik

      Plasma/Serum tiefgefroren, Vollblut unmittelbar nach der Gerinnung sowie EDTA-Blut innerhalb von 30 Minuten zentrifugieren, Plasma/Serum abpipettieren und einfrieren (ca. -20°C), 3 Tage vor Abnahme folgende Nahrungs-
      mittel und Medikamente absetzen:
      Ananas, Auberginen, Avocados, Bananen,
      Johannisbeeren, Melonen, Mirabellen,
      Stachelbeeren, Tomaten, Walnüsse,
      Zwetschgen, Chlorpromazin,
      Mephenesincarbamat, Methocarbamol. Paracetamol und ASS sollten ebenfalls 2 Tage vor der Untersuchung nicht mehr eingenommen werden.

    • Durchfuehrung

      2x/Woche

    • Synonym

      5-Hydroxytryptamin (5-HT)
    • Material

      24 Stunden-Sammelurin 10 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
    • Dauer

      24 Stunden
    • Einheit

      µg/d
    • Referenzbereich

      < 200

    • Akkreditiert

      Ja
    • Praeanalytik

      2-3 Tage vor Sammlung störende Nahrung und Medikamente meiden,
      Sammlung gekühlt und angesäuert (über 5 – 10 ml 6 M Salzsäure)
      gesammelten Urin gut mischen und 10 ml abnehmen, gekühlt ins Labor transportieren und dort einfrieren

      Lagerstabilität: bei RT nicht stabil, bei 2-8°C mehrere Stunden, bei -20°C mehrere Tage

    • Durchfuehrung

      1x/Woche

    • Synonym

      5-OH Tryptamin (5-HT)
    • Material

      24 Stunden-Sammelurin 10 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
    • Dauer

      24 h
    • Einheit

      µg/l
    • Akkreditiert

      Ja
    • Praeanalytik

      Probenvorbereitung:
      Der 24h-Sammelurin muss mit HCL angesäuert werden. Die Angabe der sammelmenge ist zwingend erforderlich.
      Haltbarkeit der Probe:
      Der Urin ist bei Raumtemperatur nicht stabil.
      2-8°C = mehrere Stunden; -20°C mehrere Tage

    • Durchfuehrung

      bei Bedarf

    • Synonym

      Tyrosin-Phosphatase IA-2-Autoantikörper
    • Material

      Serum 200 µl
    • Methode

      Radioimmunoassay
    • Einheit

      U/ml
    • Referenzbereich

      normal

      < 1,0 U/ml

      Grauzone       

      1,0 – 2,0 U/ml

      positiv

      >2,0 U/ml

      Wegen Änderungen an der Methode wurden die Referenzbereiche zum 25.8.2017 angepasst.

    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Diagnostik des Autoimmundiabetes bei Kindern und Erwachsenen
       Risiko-Evaluation für Autoimmundiabetes (prädiktiv)

    • Durchfuehrung

      jeden zweiten Mittwoch

    • Synonym

      IAA
    • Material

      Serum 200 µl
    • Methode

      Radioimmunoassay
    • Einheit

      U/ml
    • Referenzbereich

      < 0,4 u/ml

    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Diagnostik eines Autoimmundiabetes,
      Verdacht auf autoimmun-vermittelte Insulinresistenz

      Differenzierung der Typen des Diabetes mellitus Kontrolle bei Diabetikern, die tierische Insulinpräparate applizieren
    • Material

      24 Stunden-Sammelurin 1 ml
      oder
      Spontanurin 1 ml
    • Methode

      Immunturbidimetrie
    • Einheit

      mg/l, mg/die, mg/g Krea
    • Referenzbereich

      Sammelurin mg/l <= 20
      Sammelurin mg/d <= 30
      Sammelurin/Kreatinin mg/g Krea <= 20
      Spontanurin mg/l <= 20
      Spontanurin /Keratinin mg/g Krea <= 20
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Das quantitativ bedeutsamste Plasmaprotein Albumin (Molekulargewicht 69 kD) ist ein empfindlicher Indikator der glomerulären Filtrationsstörung und bestimmt das Ausscheidungsmuster einer primären oder sekundären Glomerulopathie. Albumin kann auch bei Einschränkung der tubulären Rückresorption im Rahmen einer tubulo-interstitiellen Nephropathie vermehrt im Harn auftreten. Die Abgrenzung einer Glomerulopathie von einer interstitiellen Nephropathie kann daher nur durch die Miteinbeziehung eines tubulären Markers (z.B. alpha-1-Mikroglobulin) erfolgen.
      Als „Mikroalbuminurie“ bezeichnet man eine Ausscheidung zwischen Referenzbereich und Nachweisgrenze der gängigen Proteinteststreifen (20 – 300 mg/l).

      Literatur:
      Kinderwerte: Hjorth L. et al. Scand J Clin Lab Invest 2000; 60: 65-74 (90. Perzentile).  Roche Beipackzettel 2015.

    • Indikation

      Verdacht auf Glomerulopathie, Tubulopathie, Kontrolle eines Diabetikers, Kontrolle eines Patienten mit Immunsuppression durch Cyclosporin A oder Tacrolimus

    • Praeanalytik

      24 Stunden-Sammelurin oder 2. Morgenurin

      Lagerstabilität:1 Woche bei 2‑8 °C; mehrere Monate bei (‑15)‑(‑25) °C

      Störfaktoren: Starke Ikterus mit konjugiertem Bilirubin > 855 µmol/L bzw.> 50 mg/dL,  sowie starke Hämaturie bzw. starke Auscheidung  von Harnsäure und Urobilinogen können  die Untersuchung stören.

    • Bewertung

      Erhöhte Werte: Glomerulopathie, ausgeprägte Tubulopathie

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter

    • Material

      Serum 0,2 ml
    • Methode

      TRACE-Immunoassay
    • Einheit

      ng/ml
    • Referenzbereich

      < 102 ng/ml (alters- und geschlechtsunabhängig)

    • Akkreditiert

      Ja
    • Material

      Serum 0,2 ml
    • Methode

      Radioimmunoassay
    • Einheit

      µU/ml
    • Referenzbereich

      =< 90

    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Diagnostik und Verlaufskontrolle neuroendokriner Tumore (Gastrinom)

    • Praeanalytik

      Bei Transportzeiten > 3 Stunden (Externe Einsender): Blut nach Entnahme spontan gerinnen lassen (30 min),zentrifugieren, abseren,Serum einfrieren, tiefgefroren versenden. 

      Antiacida, Anticholinergica und H2-Rezeptorblocker 24h Protonenpumpenblocker mind. 5-7 Tage vor BE absetzen. EXTRA Röhrchen verwenden

    • Durchfuehrung

      14tägig

    • Material

      Serum 1 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Radioimmunoassay
    • Einheit

      pmol/l
    • Referenzbereich

      <100

    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Verlaufskontrolle und Diagnostik neuroendokriner Tumore (PPom, Gastrinom, VIPom, Insulinom)
      Diagnostik bei sekretorischer Diarrhoe

    • Praeanalytik

      Patient 10 Stunden nüchtern; Probe bis zur Gerinnung im Eisbad kühlen; Zentrifugation bei 4°C

      Haltbarkeit der Probe
      4°C: 4 Stunden
      Die Probe muss umgehend zentrifugiert und das Serum eingefroren werden.

    • Durchfuehrung

      1x/Woche/dienstags

    • Material

      EDTA 1 ml

      Fremdversand

    • Methode

      Radioimmunoassay
    • Einheit

      pmol/l
    • Referenzbereich

      <17

    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Verlaufskontrolle und Diagnostik neuroendokriner Tumore des Gastrointestinaltrakts (VIPom)

    • Praeanalytik

      Geringe Stabilität, daher BE im Labor oder Probe sofort nach der Entnahme zentrifugieren, Plasma in ein zweites Röhrchen abpipettieren und bei -20°C einfrieren.

    • Durchfuehrung

      1x/Woche

    • Material

      Serum 1 ml

      Fremdversand

    • Akkreditiert

      Ja
    • Material

      Serum 1 ml

      Fremdversand

    • Akkreditiert

      Ja
    • Synonym

      5-HIES
    • Material

      24 Stunden-Sammelurin 10 ml
    • Methode

      Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
    • Einheit

      µmol/d
    • Referenzbereich

      bis 8

      Jahr(e)

      <= 29

      µmol/d

      bis 12

      Jahr(e)

      <= 33

      µmol/d

      bis 18

      Jahr(e)

      <= 34

      µmol/d

      > 18

      Jahr(e)

      10 – 42

      µmol/d

      bis 8

      Jahr(e)

      <=85

      µmol/g Krea.

      bis 12

      Jahr(e)

      <=46

      µmol/g Krea.

      bis 18

      Jahr(e)

      <=29

      µmol/g Krea.

      > 18

      Jahr(e)

      <=20

      µmol/g Krea.

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die physiologisch auftretende Ausscheidung von 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) im Harn beruht auf dem Abbau des im Plasma vorhandenen Serotonins in der Leber. Zu einer vermehrten Ausscheidung kommt es u.a. beim Karzinoid-Syndrom, einem Tumor hormonal aktiver Zellen, die u.a. Serotonin produzieren. Häufigste Lokalisation ist der Appendix. Daneben können Magen, Gallenblase, Pankreas, Kolon, Rektum, Bronchien und Ovarien betroffen sein. Das hohe serotoninmetabolisierende Potential der Leber führt dazu, daß Karzinoide im Pfortaderbereich oft erst nach Metastasierung klinisch apparent werden (Flushsymptomatik etc.). Eine normale 5-HIES-Ausscheidung schließt ein Karzinoid nie aus. Die 5-HIES-Ausscheidung sollte immer in drei getrennten 24-Stunden-Urinen ermittelt werden. Bei Patienten mit hoher klinischer Wahrscheinlichkeit auf ein Karzinoid und normalen oder grenzwertigen 5-HIES-Werten sollten Serotonin und 5-Hydroxytryptophan im Blut bestimmt werden.

      Literatur:
      O’Toole D et al.
      ENETS Consensus Guidelines for the Standards of Care in Neuroendocrine Tumors: biochemical markers
      Neuroendocrinology 2009, 90(2):194-202
      http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19713711

      Tormey WP, FitzGerald RJ
      The clinical and laboratory correlates of an increased urinary 5-hydroxyindoleacetic acid
      Postgrad Med J. 1995, 71(839):542-5
      http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7479466

    • Indikation

      Verdacht auf Karzinoid-Syndrom (Flush, Koliken, Diarrhöen, chronisch intermittierender Ileus, peptische Ulcera, paroxysmale Atemnotanfälle)

    • Praeanalytik

      Patientenvorbereitung: 3 bis 4 Tage vor der Probengewinnung dürfen keine serotoninhaltigen Nahrungsmittel aufgenommen werden:
      Bananen, Walnüsse, Tomaten, Ananas, Johannisbeeren, Zwetschgen, Stachelbeeren, Mirabellen, Melonen, Avocados, Auberginen. Primärprobengewinnung:
      Erwachsene: Vorlage von 10 mL 25% HCl in ein geeignetes Gefäß, der Urin wird 24 Std. gesammelt, ein Aliquot (10 mL) in das Labor einsenden
      Kinder: Spontanurin wird in 5 µL-Schritten mit 25% HCl versetzt, bis ein pH-Wert von 4,0 erreicht ist, ein Aliquot (> 2 mL) in das Labor einsenden

      vor starkem Lichteinfall schützen

      Lagerstabilität:
      im auf pH 4 angesäuerten Urin bis zu 2 Wochen bei 4°C

      Einflussgrößen
      falsch erhöhte Werte: serotoninhaltige Nahrungsmittel, Paracetamol, Cumarine, Mephenesin, Phenobarbital, Azetanilid, Ephedrin-HCl, Methamphetamin, Nikotin, Phentolamin, Koffein, Phenacetin, Methocarbamol
      falsch erniedrigte Werte: Niereninsuffizienz, Alkohol, starke Lichteinwirkung, Acetylsalicylsäure, Levodopa, Promethazin, Isoniazid, Methenamin, Streptozocin, Chlorpromazin

    • Bewertung

      Erhöhte Werte:Karzinoid-Syndrom, Epilepsie, einheimische Sprue

    • Durchfuehrung

      2 mal wöchentlich, Routineparameter

    • Synonym

      Glutaminsäure Decarboxylase AK
    • Material

      Serum 1 ml
    • Methode

      Enzyme Linked Immunosorbent Assay
    • Einheit

      U/ml
    • Referenzbereich

      < 10,0

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Glutamat-Decarboxylase (GAD) katalysiert die Synthese von Gammabuttersäure aus Glutamat und kommt in zwei Isoenzymen mit unterschiedlichem Molekulargewicht (65 kD bzw. 67 kD) vor. GAD-65 wird hautsächlich in den beta-Zellen des Pankreas exprimiert, während GAD-67 in Neuronen exprimiert wird.

      Anti-GAD Antikörper werden bei Diabetes mellitus Typ I und beim Stiff-Person-Syndrom gefunden. GAD-Antikörper binden beim Diabetes mellitus GAD-65. Antikörper gegen GAD-65 können jedoch auch bei etwa 60 % der Patienten mit  Stiff-Person-Syndrom gefunden werden und zwar in hohem Titer. Antikörper gegen das lineare Epitop von GAD-67 werden bei Stiff-Person-Syndrom aber nicht bei Diabetes mellitus Typ I gefunden und können mit dem hier verwendeten Test nicht erfasst werden.

      Die GAD-Ak können präsymptomatisch vor Diagnosestellung eines  Diabetes mellitus Typ I nachweisbar sein. Zum Zeitpunkt der Diagnose findet man GAD-Ak in etwa 70-90 % der Fälle mit Diabetes mellitus Typ I.  Nach klinischen Manifestationen des Diabetes mellitus nimmt die Nachweisbarkeit von GAD stetig ab. Beim Diabetes mellitus Typ II sind GAD-Ak nicht nachweisbar.

      Die Untersuchung von GAD-Ak ist hauptsächlich beim Verdacht auf Diabetes mellitus Typ I bzw. Stiff-Person-Syndrom indiziert.

    • Indikation

      Verdacht auf Stiff-Person-Syndrom und Diabetes mellitus Typ I

    • Durchfuehrung

      1x/Woche

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