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    • Synonym

      Prolactin, PRL, Prolaktin nach PEG-Fällung
    • Material

      Serum 1 ml
    • Methode

      Elektro Chemilumineszenz Immuno-Assay
    • Einheit

      µg/l
    • Referenzbereich

         

      2,5%il   (µg/l)

      97,5%il(µg/l)

      Kinder 1 – 7 Tage 101,98 495,99
        2-12 Woche  

      < 130

        3-12 Monate 5,28 63,30
        1-3 Jahre 4,39 29,72
        4-11 Jahre 2,59 20,99
      Jugendliche, Erwachsene (männlich) 12-13 Jahre 2,78 24,01
        14-18 Jahre 2,78 16,08
        > 18 Jahre 4,04 15,20
      Jugendliche, Erwachsene (weiblich) 12-13 Jahre 2,50 16,89
        14-18 Jahre 4,20 29,01
        > 18 Jahre 4,79 23,30
      Stimmuliertes Prolaktin (Funktionsteste):    
      Männer:   20,99 123,02
      Frauen:   28,07 200,00
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Prolaktin ist ein in den laktotrophen Zellen des  Hypophyselvorderlappens produziertes  Glykoprotein, dessen physiologische Bedeutung die postpartale  Förderung der Laktation  bei Frauen  ist.

    • Indikation

      Männer: Hypogonadismus, Gynäkomastie, Galaktorrhoe, Libido- und Potenzstörungen.
      Frauen:  Oligo/Amenorrhoe, Galaktorrhoe, Fertilitätsstörungen, Libidostörungen.

    • Bewertung

      Prolaktin-spezifische Störfaktoren

      High-Dose Hook-Effekt
      Unter dem High-dose-Hook-Effekt versteht man falsch-niedrig gemessene Prolaktinspiegel, die durch sehr hohe Antigenkonzentrationen verursacht werden. Im Bereich der natürlicherweise möglichen Konzentrationen ist die Messmethode (bis > 4.000 µg/L) hier nicht anfällig. Bei bestehender Symptomatik kann ein solcher Effekt durch eine Verdünnungsreihe nachgewiesen werden. Im Verdachtsfall beraten wir sie gerne über das geeignete diagnostische Vorgehen.

      Makroprolaktin[1-3]
      Unter Makroprolaktin versteht man hochmolekulare Komplexe aus Prolaktin, Proteinen und endogenen Antikörpern, die soweit bekannt ist, biologisch inaktiv sind. Durch eine Vielzahl von Bindungsstellen der Immunoassay-Antikörper können dadurch falsch-positive Messergebnisse auftreten. Auch wenn die Unempfindlichkeit für Makroprolaktin ein Kriterium bei der Methodenwahl war,  kann der Effekt nie komplett vermieden werden.

      Vorgehen bei erhöhten Prolaktinspiegeln ohne passende Klinik:

      • Untersuchung des Einfluss von Makroprolaktin durch vorherige Fällung mit Polyethylenglykol (PEG).  
        Im Verdachtsfall:  Zeitnah telefonische Rücksprache, um eine PEG-Fällung zu veranlassen.
      • Order-Entry-User können den  Parameter „Prolaktin nach PEG-Fällung“ anfordern..
    • Durchfuehrung

      täglich Durchführung, Routineparameter

    • Synonym

      Somatomedin-C
    • Material

      Serum 0,1 ml
    • Methode

      Chemilumineszenzassay
    • Einheit

      ng/ml
    • Referenzbereich

      männlich: bis 2 Jahre 19.1 – 130.5
      weiblich: bis 2 Jahre 15.0 – 150.6
      männlich: bis 3 Jahre 23.7 – 157.6
      weiblich: bis 3 Jahre 17.3 – 163.4
      männlich: bis 4 Jahre 28.4 – 183.8
      weiblich: bis 4 Jahre 20.0 – 177.3
      männlich: bis 5 Jahre 33.0 – 208.7
      weiblich: bis 5 Jahre 23.2 – 193.3
      männlich: bis 6 Jahre 37.9 – 233.4
      weiblich: bis 6 Jahre 27.0 – 212.3
      männlich: bis 7 Jahre 43.1 – 259.3
      weiblich: bis 7 Jahre 31.6 – 234.1
      männlich: bis 8 Jahre 49.0 – 287.6
      weiblich: bis 8 Jahre 37.0 – 259.2
      männlich: bis 9 Jahre 55.8 – 319.5
      weiblich: bis 9 Jahre 43.6 – 289.2
      männlich: bis 10 Jahre 63.5 – 354.8
      weiblich: bis 10 Jahre 51.7 – 325.1
      männlich: bis 11 Jahre 72.0 – 392.2
      weiblich: bis 11 Jahre 61.5 – 366.9
      männlich: bis 12 Jahre 80.7 – 429.6
      weiblich: bis 12 Jahre 72.6 – 412.0
      männlich: bis 13 Jahre 89.3 – 464.2
      weiblich: bis 13 Jahre 84.2 – 455.2
      männlich: bis 14 Jahre 97.1 – 493.2
      weiblich: bis 14 Jahre 95.3 – 491.2
      männlich: bis 15 Jahre 103.6 – 514.0
      weiblich: bis 15 Jahre 104.9 – 515.9
      männlich: bis 16 Jahre 108.3 – 525.3
      weiblich: bis 16 Jahre 112.3 – 528.0
      männlich: bis 17 Jahre 111.1 – 527.2
      weiblich: bis 17 Jahre 117.2 – 527.8
      männlich: bis 18 Jahre 112.2 – 520.7
      weiblich: bis 18 Jahre 119.6 – 516.7
      männlich: bis 19 Jahre 111.7 – 507.6
      weiblich: bis 19 Jahre 119.5 – 496.9
      männlich: bis 20 Jahre 110.0 – 489.4
      weiblich: bis 20 Jahre 117.4 – 471.1
      männlich: bis 21 Jahre 107.2 – 467.5
      weiblich: bis 21 Jahre 113.7 – 441.8
      männlich: bis 22 Jahre 103.6 – 443.3
      weiblich: bis 22 Jahre 109.1 – 411.5
      männlich: bis 23 Jahre 99.6 – 418.3
      weiblich: bis 23 Jahre 104.1 – 382.6
      männlich: bis 24 Jahre 95.5 – 393.6
      weiblich: bis 24 Jahre 99.3 – 356.8
      männlich: bis 25 Jahre 91.4 – 370.5
      weiblich: bis 25 Jahre 95.2 – 335.1
      männlich: bis 26 Jahre 87.7 – 349.4
      weiblich: bis 26 Jahre 91.6 – 317.1
      männlich: bis 27 Jahre 84.3 – 330.8
      weiblich: bis 27 Jahre 88.6 – 302.0
      männlich: bis 28 Jahre 81.4 – 314.7
      weiblich: bis 28 Jahre 85.9 – 289.4
      männlich: bis 29 Jahre 79.0 – 300.8
      weiblich: bis 29 Jahre 83.5 – 278.9
      männlich: bis 30 Jahre 76.8 – 288.9
      weiblich: bis 30 Jahre 81.6 – 270.2
      männlich: bis 31 Jahre 75.0 – 278.4
      weiblich: bis 31 Jahre 79.9 – 263.1
      männlich: bis 32 Jahre 73.3 – 269.2
      weiblich: bis 32 Jahre 78.4 – 257.0
      männlich: bis 42 Jahre 68.7 – 241.8
      weiblich: bis 42 Jahre 72.3 – 236.5
      männlich: bis 52 Jahre 60.8 – 210.7
      weiblich: bis 52 Jahre 59.7 – 202.3
      männlich: bis 62 Jahre 53.3 – 196.1
      weiblich: bis 62 Jahre 49.0 – 183.5
      männlich: bis 72 Jahre 47.1 – 190.4
      weiblich: bis 72 Jahre 39.4 – 168.3
      männlich: bis 82 Jahre 40.4 – 181.8
      weiblich: bis 82 Jahre 35.3 – 165.7
      männlich: bis 121 Jahre 34.9 – 175.3
      weiblich: bis 121 Jahre 34.3 – 171.6
    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      IGF-1 ist ein vom Wachstumshormon (GH/STH) abhängiges Protein, welches vor allem in der Leber gebildet wird, über die Zirkulation an die Zielorgane gelangt und dort die metabolischen und mitotischen Aktivitäten von GH vermittelt. IGF-1 ist in Körperflüssigkeiten an IGF-Bindungsproteine gebunden, zu über 85% an IGFBP-3.

      IGF-1 und IGFBP-3 sind die z.Zt. am besten geeigneten Parameter zur Diagnostik von Wachstumsstörungen. Beide reflektieren die über Tage integrierte GH-Sekretion und zeigen keine zirkadiane Rhythmik im Gegensatz zum GH.

      Die IGF-I Produktion hängt von der Ernährung ab, bei Übergewicht sinkt und bei Untergewicht steigt sie. Somit lässt sich mit der Bestimmung von IGF-I auch die Ernährungslage abschätzen.

      Die IGF-I-Konzentration steigt während der Kindheit an, erreicht ab Mitte der Pubertät bis zu einem Alter von etwa 40 Jahren einen Höhepunkt und nimmt danach wieder graduell ab. Die Halbwertszeit von ungebundenem IGF-I im Serum beträgt etwa 10 Minuten. Das gebundene IGF1 hat eine HWZ bis zu mindestens 18 Stunden.

      Indikationen:

      • Wachstumsstörungen im Kindesalter (Kleinwuchs, Großwuchs)
      • Diagnostik des Wachstumshormonmangels
      • Diagnostik von GH-Exzess (Akromegalie)
    • Praeanalytik

      Die Blutproben können zu jeder beliebigen Tageszeit abgenommen werden.

      Keine speziellen Transportanforderungen.

    • Bewertung

      siehe Referenzbereiche

    • Durchfuehrung

      arbeitstäglich

    • Material

      Serum 0,1 ml
    • Methode

      Chemilumineszenzassay
    • Einheit

      mg/l
    • Referenzbereich

      Die Konzentrationen von IGFBP-3 schwanken stark in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht. Daher wird bei Labor Berlin zu jeder Probe alters- und geschlechts-spezifische IGFBP-3 SDS berechnet, der den Bezug zum individuellen Referenzkollektiv abbildet.

      Normalbereich für IGFBP-3 SDS: -2 SDS bis +2 SDS (bei einem SDS von 0 liegt der Wert genau auf dem alters- und geschlechtsspezifischen Median [50. Perzentile])

    • Akkreditiert

      Ja
    • Indikation

      Insulin-like-growth factors (IGF)-I und -II sind im Blutkreislauf an spezielle Bindungsproteine (IGFBPs) gebunden. Im Blut überwiegt IGFBP3, das hauptsächlich zur Regulation der IGF-I- und IGF-II-Konzentrationen dient. IGFBP3 erweist sich als nützlicher Parameter bei der Diagnose von Wachstumsstörungen.

      Außer dem Wachstumshormon gibt es noch andere Faktoren, die die IGFBP3- Konzentration beeinflussen. Dazu zählen: Alter, sexuelles Entwicklungsstadium, Ernährung, Hypothyreose, Diabetes mellitus, Leber- und Nierenfunktion.

    • Praeanalytik

      Die Blutproben können zu jeder beliebigen Tageszeit abgenommen werden.

      Keine speziellen Transportanforderungen.

    • Bewertung

      Erniedrigte IGFBP3- Werte zeigen sich bei Unterernährung, Hypothyreose, Diabetes mellitus und Lebererkrankungen. IGFBP3 ist erhöht bei Vorliegen einer chronischen Niereninsuffizienz.

      Es zeigt sich, dass die Wachstumshormonwerte und IGFBP3-Werte miteinander korrelieren: bei Patienten mit GH- Mangel sind auch die IGFBP3-Werte erniedrigt.

      Bei kleinwüchsigen Kindern steigen die IGFBP3-Werte während kontinuierlicher GH- Gabe stetig bis in den Normalbereich an und bleiben bei fortgesetzter Therapie auch konstant. Daher ist die IGFBP3-Messung im Serum auch gut zur GH-Therapie-Überwachung geeignet.

      Bei Patienten mit ausgeprägten Minderwuchs aber normaler GH- Sekretion (Turner- Syndrom, Silver-Russell-Syndrom) zeigen sich normale IGFBP3-Serumwerte.

      Bei normalwüchsigen Kindern und Jugendlichen oder bei Patienten mit Sotos- Syndrom sind die IGFBP3-Werte normal bis leicht erhöht. Gegensätzlich dazu zeigen Kinder mit Gigantismus oder erwachsene mit Akromegalie stark erhöhte Werte, die sich aber nach erfolgreicher Behandlung normalisieren. D.h. IGFBP3 ist auch ein nützlicher Parameter zur Diagnose von GH- Überschuss und zur Überwachung seiner Behandlung.

      Bei frühreifen Kindern sind die IGFBP3-Werte deutlich erhöht. Bei Patientinnen mit verfrühter Thelarche liegen die Werte im oberen Normalbereich.

    • Durchfuehrung

      arbeitstäglich

    • Synonym

      GH, Somatotropes Hormon (STH)
    • Material

      Serum 0,2 ml
    • Methode

      Elektro Chemilumineszenz Immuno-Assay
    • Einheit

      ng/ml
    • Referenzbereich

      < 5,0

    • Akkreditiert

      Ja
    • Bewertung

      < 5 ng/ml in Stimulationstesten entspricht GH-Mangel