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  • Material

    EDTA-Blut 2 ml
  • Akkreditiert

    Nein
  • Allgemeines

    ICD-10

    NGS-Format

    ICD10 N04.9   

    Gesamtexom-Sequenzierung mit bioinformatischer Eingrenzung auf zu untersuchende Gene

  • Indikation

    Das nephrotische Syndrom (NS) ist eine seltene glomeruläre Nierenerkrankung die durch eine massive Proteinurie und Hypoalbuminämie gekennzeichnet ist. Zusätzlich werden Ödeme und eine Hyperlipidämie beobachtet. Charakteristisch für das nephrotische Syndrom sind daher die Symptomkombination Wassereinlagerung mit Gewichtszunahme, Hyperlipidämie, Proteinurie, Anstieg der Fettwerte im Blut und eventuell erhöhte Infektanfälligkeit.
    Bei sehr frühem Erkrankungsalter <1 Jahr liegen meist genetisch bedingte oder syndromale Störungen vor. Für ältere Kinder mit primärem NS ist die Ursache in ca. 80% das idiopathische nephrotische Syndrom (iNS). In wiederum 80% der Fälle ist das iNS assoziiert mit minimalen glomerulären Veränderungen (minimal change nephrotic syndrome, MCNS). Die Inzidenz des iNS liegt bei 1,8 pro 100.000 Kinder unter 16 Jahren. Die MCNS ist in der Regel steroidsensibel (SSNS), häufige Rezidive können aber den Verlauf verkomplizieren und eine langfristige immunsuppressive Therapie erforderlich machen.

    In etwa 30-50% der steroidresistenten Fälle kann eine genetische Ursache nachgewiesen werden, bei familiären Fällen sogar in bis zu 97 % der Patienten. Das (erweiterte) Panel umfasst die Gene NPHS1, NPHS2, LAMB2 und WT1, in denen ein Großteil der ursächlichen Varianten gefunden werden. Weitere häufig betroffene Gene sind ACTN4, CD2AP, INF2, LMX1B, PAX2, TRPC6. Für das steroidsensible nephrotische Syndrom sind die Gene EMP2, KANK1 und KANK2 beschrieben.

    Die Fokal sklerosierende Glomerulonephritis (synonym Fokal segmentale Glomerulosklerose Abk: FSGS) gehört zu den häufigsten glomerulären Erkrankung, die zum dialysepflichtigen Nierenversagen führen. Bei Erwachsenen in den USA stellt sie mit 35% den größten Anteil eines idiopathischen (oder primären) nephrotischen Syndroms. Bei Amerikanern schwarzer Hautfarbe liegt der Anteil bei 50 %. Die Erkrankung kann in der Jugendzeit aber auch im Erwachsenenalter auftreten. Feingeweblich zeichnet sich die FSGS durch Sklerose der Glomeruli (Glomerulosklerose) verursachten unterschiedlich stark ausgeprägten Verlust der Podozyten-Fortsätze der Nierenglomeruli aus. Durch defekte größen- als auch ladungsabhängige Ultrafiltrationsbarrieren ist eine Proteinurie in der Regel nichtselektiv und betrifft auch hochmolekulare Serumproteine (z. B. Immunglobuline) sowie Albumin.

    Hereditäre Formen der FSGS zeichnen sich häufig durch eine steroidresistente FSGS aus, insbesondere wenn diese bei Kindern auftritt. Sowohl autosomal-dominante Erbgänge mit variabler Penetranz aber auch autosomal-rezessive Erbgänge sind beschrieben worden.

  • Bewertung

    Nephrotisches Syndrom, FSGS, Alport  OMIM-G OMIM-P
    NPHP1 607100 256100
    NPHP3 608002 604387
    NPHP4 607215 606996
    AVIL 613397 618594
    NEK8 609799 613824
    ACTN4 604638 603278
    ANLN 616027 616032
    ARHGDIA 601925 615244
    CD2AP 604241 607832
    COL4A3 120070 104200
    COL4A4 120131 203780
    COL4A5 303630 618314
    COQ2 616027 607426
    COQ6 614647 614650
    COQ8B 615567 615573
    CRB2 609720 616220
    CUBN 602997 261100
    DGKE 601440 615008
    EMP2 602334 615861
    FN1 135600 601894
    GLA 300644 301500
    INF2 610982 613237
    ITGA3 605025 614748
    ITGB4 147557 226730
    KANK2 614610 617783
    LAMB2 150325 614199
    LMX1B 602575 161200
    MAGI2 606382 617609
    MYH9 160775 155100
    MYO1E 601479 614131
    NPHS1 602716 256300
    NPHS2 604766 600995
    NUP107 607617 616730
    NUP205 614352 616893
    NUP93 614351 616892
    PAX2 167409 616002
    PDSS2 610564 614652
    PLCE1 608414 610725
    PTPRO 600579 614196
    SCARB2 602257 254900
    SMARCAL1 606622 242900
    SGPL1 603729 617575
    TBC1D8B 301027 301028
    TRPC6 603652 603965
    TTC21B 612014 613820
    WDR73 616144 251300
    WT1 607102 256370
    APOL1 603743 612551
    CFH 134370 235400
    CLCN5 300008 310468
    LMNA 150330 151660
    EYA1 601653 113650
    ALG1 605907 608540
    CD151 602243 609057
    PXDN 605158 269400