Varizella Zoster Virus (VZV)-Serologie
- Infektionsdiagnostik
- Varizella Zoster Virus (VZV)
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Synonym
Varizella Zoster Virus Antikörper -
Akkreditiert
Ja -
Allgemeines
Varizellen und Zoster werden in vielen Fällen klinisch diagnostiziert. Die Labordiagnostik bei klinischem Verdacht auf eine aktive VZV-Infektion erfolgt in erster Linie über den Virus-Direktnachweis mittels Nukleinsäure-Amplifikationstechnik (PCR). Antikörperdiagnostik spielt eine ergänzende Rolle und kann z.B. bei schon abgeheilten Effluoreszenzen hilfreich sein.
Bei Erstinfektion mit VZV (Varizellen) werden IgG und IgM meist 4-5Tage nach Beginn des Exanthems nachweisbar. Häufig wird auch IgA gebildet. IgM- und IgA-Antikörper können für mehrere Wochen nachweisbar sein, IgG-Antikörper persistieren lebenslang.
Bei VZV-Reaktivierung (Zoster) erfolgt 7-14Tage nach Erkrankungsbeginn ein VZV-IgG-Anstieg. Im Verlauf lassen sich bei ca 40-60% der Patienten auch IgA und / oder (seltener) IgM nachweisen.
Ein negatives IgM- bzw. IgA-Ergebnis schließt eine primäre oder rezidivierende Infektion nicht aus. Unspezifische IgM- / bzw. IgA- Reaktionen sind möglich, auch durch Kreuzreaktionen mit anderen Viren der Herpesvirus-Gruppe.
Im LaborBerlin wird bei Anforderung von VZV-Antikörperdiagnostik IgG, IgM und IgA bestimmt. VZV-IgG kann auch isoliert angefordert werden.
Bei klinischem Verdacht auf ZNS-Infektion kann neben dem Versuch des Virus-Direktnachweises insbesondere bei etwas längerem Krankheitsverlauf die Bestimmung des VZV- Liquor- / Serum-Antikörper-Index sinnvoll sein. Dafür muss ein zeitgleich entnommenes Liquor-/Serum-Probenpaar eingeschickt werden.