Olanzapin bei Intoxikationen (kein TDM)
- Toxikologie & Pharmakologie
- 2.Systematische toxikologische Suchanalyse (STA)
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Synonym
Zyprexa, N-Desmethylolanzapin ist der aktive Metabolit des Wirkstoffes Olanzapin. -
Material
EDTA-Plasma 1 ml -
Methode
Flüssigchromatographie/Tandem-MS -
Einheit
ng/ml -
Referenzbereich
Referenzbereich Warnschwelle Olanzapin 20-80 ng/ml 100 ng/ml Literatur:
Hiemke C. et al. Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9-62 -
Akkreditiert
Ja -
Allgemeines
Literatur:
Baselt, Randall C.: Disposition of toxic drugs and chemicals in man, 9th. ED., Biomedical Publications, California 2011 TIAFT: reference blood level list of therapeutic and toxic substances, 2004 -
Indikation
Compliancekontrolle, ausbleibende Wirkung bzw. unerwünschte Arzneimittelwirkung
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Praeanalytik
Olanzapin & Nor-Olanzapin sind instabil und max. 6h bei Raumtemperatur stabil.
Patientenproben müssen deshalb gekühlt ins Labor gebracht bzw. transportiert werden. Der Versand aus anderen Kliniken innerhalb von Berlin hat ebenfalls gekühlt zu erfolgen.
Ist eine Lieferung binnen 24h nicht möglich müssen die Proben zentrifugiert und das Plasma tiefgekühlt geliefert werden (gilt ebenfalls für Kliniken innerhalb von Berlin).
Für den Probentransport aus Kliniken außerhalb von Berlin muss die Probe gekühlt ins anliegende Labor gebracht und dort zentrifugiert und getrennt werden. Den Überstand tieffrieren und so versenden.
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Bewertung
Olanzapin N-Desmethylolanzapin Letale Konzentration 1000 – Bestimmungsgrenze 5 10 Plasmaeiweißbindung (%) 93 – Verteilungsvolumen (L/kg) 18 – Clearance (mL/min/kg) 6,3 – Halbwertszeit (h) 33 – -
Durchfuehrung
arbeitstäglich (Montag-Freitag), Befund spätestens am Folgetag; auch als Notfallparameter jederzeit durchführbar nach telefonischer Rücksprache (030/405026254)