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    • Synonym

      Reiber-Diagramm
    • Material

      Liquor 1 ml
      und
      Serum 1 ml
    • Methode

      Berechnung
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der Konzentration im Serum und von der Blut-Liquor-Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber.

      Literatur:

      Reiber H, Peter JB;Cerebrospinal fluid analysis: disease-related data patterns and evaluation programs;J Neurol Sci. 2001, 184(2):101-22;http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11239944

      Reiber H;External quality assessment in clinical neurochemistry: survey of analysis for cerebrospinal fluid (CSF) proteins based on CSF/serum quotients;Clin Chem. 1995, 41(2):256-63:http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7874779

    • Indikation

      Diagnose von entzündlichen Prozessen und Schrankenfunktionsstörungen im Zentralnervensystem

    • Praeanalytik

      Die Blutentnahme und Liquor-Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen.
      Für die Blutentnahme Serumröhrchen mit Trenngel verwenden. Für die Liquorprobe sollen Polypropylen-Röhrchen verwenden werden.
      Störfaktoren:
      Diagramm nicht beurteilbar bei: Blutbeimengung im Liquor, Albumininfusion, starker Blutverlust

    • Bewertung

      Im Reiberschema werden die Liquor / Serum Quotienten von IgG, IgA und IgM  durch Bezug des altersabhängigen Grenzwerts des Albuminquotienten und der sogenannten hyperbolischen Diskriminierungslinien dargestellt. Die Darstellung erlaubt eine Differenzierung zwischen normalem Zustand, reiner Störung der Blut-Liquor-Schrankenfunktion, reiner intrathekaler Synthese und intrathekaler Synthese mit Störung der Blut-Liquor-Schrankenfunktion.
      Bei intrathekaler Synthese von Immunglobulinen ist der Quotient einer oder mehrerer Ig-Klassen gegenüber dem Albumin-Quotienten überproportional erhöht.

    • Durchfuehrung

      wöchentlich Montag bis Freitag von 8.00 bis 15.00 Uhr, Routineparameter

    • Material

      Liquor 1,0 ml
    • Methode

      Immunnephelometrie
    • Einheit

      mg/l
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Albumin gelangt mittels Diffusion in den Liquor und ist bei Schrankenstörungen vermehrt nachzuweisen. Die gleichzeitge  Albuminbuminbestimmung im Liquor und Serum ermöglicht die Ermittlung von Liquor/Serum-Quotienten sowie Ig-Indizes, und dadurch die Unterscheidung zwischen Exsudation von Serum-Immunoglobulinen in den Liquor und lokaler Synthese im ZNS (Reiber Diagramm).

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 37

    • Indikation

      Verdacht auf Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktionsstörungen, z.B.  bei Meningitiden, Enzephalitiden,Tumoren oder auch beim Guillain-Barré-Syndrom.
      Die Bestimmung von Albumin in Liquor/Serum ermöglicht die Berechnung des Albuminquotienten aus Liquor und Serum und somit eine Beurteilung der Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktion.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                                       
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden.  Umgehender Transport von Proben ins Labor.

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Stunden; -20°C: ca. 6 Monate; -70°C: mehrere Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Immunnephelometrie
    • Einheit

      mg/l
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
      Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
      Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
      werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
      (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
      Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 696

    • Indikation

      Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
      Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
      opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden.  Umgehender Transport von Proben ins Labor.

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std.; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: Jahre

      Störfaktoren:Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Nephelometrie
    • Einheit

      mg/l
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
      Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
      Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
      werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
      (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
      Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 701

    • Indikation

      Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
      Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
      opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden.  Umgehender Transport von Proben ins Labor.

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std.; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: mehrere Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Immunnephelometrie
    • Einheit

      mg/l
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
      Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
      Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
      werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
      (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
      Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 704

    • Indikation

      Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
      Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
      opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden. 
      Umgehender Transport von Proben ins Labor.

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std.; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Material

      Liquor 0.5 ml
    • Methode

      Isoelektrische Fokusierung
    • Referenzbereich

      kein Hinweis auf eine lokale spezifische Antikörperbildung

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die intrathekale Ig-Synthese in B-Zell-Klonen wird angezeigt durch den Nachweis oligoklonaler Banden im Liquor ohne korrespondierenden Nachweis von entsprechenden Banden im Serum des selben Patienten. Der Nachweis von oligoklonalen Banden erfolgt durch isoelektrische Fokussierung. Dabei werden die Proteine in einem Gel aufgrund ihres relativen Gehalts an sauren und basischen Aminosäureresten elektrophoretisch aufgetrennt. Jedes Protein wandert im elektrischen Feld so weit, bis der umgebende pH-Wert seinem isoelektrischen Punkt entspricht und kann mit einem spezifischen Antiserum als eine Präzipitationsbande nachgewiesen werden.

      Methodik: Isoelektrische Fokusierung mit IgG-spezifischem Immunoblot

      Literatur:
      Giovannoni G;Cerebrospinal fluid analysis;Handb Clin Neurol. 2014, 122:681-702
      http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24507540

      Jegge S, Rieder HP, and Wüthrich R;Isoelectric focusing in neurological diagnosis;Schweiz Med Wochenschr. 1988, 118(33):1169-75
      http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2845569

    • Indikation

      Diagnose von subakuten und chronischen entzündlichen Prozessen im ZNS, insbesondere bei Verdacht auf intrathekale IgG-Synthese. V. a. Ig-sezernierenden Tumor im ZNS, V. a. MS

    • Praeanalytik

      Eine Blutentnahme soll zum gleichen Zeitpunkt erfolgen. Für die Blutentnahme Serumröhrchen mit Trenngel verwenden. Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwendet werden. Die Proben umgehend in das Labor transportieren lassen.
      Punktion: Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion

      Lagerstabilität:
      Die Analyse des Liquors sollte so schnell wie möglich erfolgen.

      Störfaktoren:
      falsche Ergebnisse bei Blutbeimengung während der Punktion

    • Bewertung

      Oligoklonales IgG wird nach den folgenden 5 Kriterien bewertet:

      Typ 1
      Kein oligoklonales IgG nachweisbar.

      Typ 2
      Oligoklonales IgG im Liquor, kein oligoklonales IgG im Serum. Hinweis auf intrathekale IgG-Synthese.

      Typ 3
      Oligoklonales IgG im Liquor und zusätzliche, identische oligoklonale Banden in Serum und Liquor. Hinweis auf Schrankenfunktionsstörung zusammen mit intrathekaler IgG-Synthese.

      Typ 4
      Identische oligoklonale Banden in Liquor und Serum. Hinweis auf Schrankenfunktionsstörung.

      Typ 5
      Monoklonales IgG in Liquor und Serum. Hinweis auf systemische Paraproteine.

    • Synonym

      Qalb
    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Berechnung
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Albumin gelangt mittels Diffusion in den Liquor und ist bei Schrankenstörungen vermehrt nachzuweisen. Die gleichzeitge  Albuminbuminbestimmung im Liquor und Serum ermöglicht die Ermittlung von Liquor/Serum-Quotienten sowie Ig-Indizes, und dadurch die Unterscheidung zwischen Exsudation von Serum-Immunoglobulinen in den Liquor und lokaler Synthese im ZNS (Reiber Diagramm).

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      L. Thomas (Hrsg), Labor und Diagnose, TH-Books 8. Auflage (2012), S. 2147
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 37

    • Indikation

      Verdacht auf Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktionsstörungen, z.B.  bei Meningitiden, Enzephalitiden,Tumoren oder auch beim Guillain-Barré-Syndrom.
      Die Bestimmung von Albumin in Liquor/Serum ermöglicht die Berechnung des Albuminquotienten aus Liquor und Serum und somit eine Beurteilung der Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktion.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion. Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden. Umgehender Transport von Proben ins Labor.

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Stunden; -20°C: ca. 6 Monate; -70°C: Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe, (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      LeichtLeichtAlbuminquotient altersabhängig nach Formel Q-Alb = (4+Alter/15)x 10E-3. Erhöhte Werte sind bei Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktionsstörungen zu erwarten. Interpretation mit Hilfe des Reiber-Diagramms empfohlen.

      Einteilung der Schrankenstörung unabhängig von der Ursache:

      Schrankenstörung Mögliche Ursache
      Leicht
      (QAlb bis 10 x 10E-3)
      Multiple Sklerose,Chronische HIV-Enzephalitits, Zoster-Ganglionitis,
       Alkoholische Polyneuropathie,Amyotrophe Lateralsklerose
      Mittelgradig
      (QAlb bis 20 x 10E-3)

      Virale Meningitis, Opportunistische Meningoenzephalitis,
      Diabetische Polyneuropathie, Hirninfarkt, Großhirnatrophie
       
      Schwer
      (QAlb = 10 bis 50 x 10E-3)
      Guillain-Barré-Polyneuritis,  Meningopolyneuritis Bannwarth,
      Herpes simplex-Enzephalitis

      Schwer
      (QAlb über 20 x 10E-3)
      Tuberkulöse Meningitis, Eitrige Meningitis
    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Synonym

      QIgA
    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Berechnung
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
      Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
      Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
      werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
      (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
      Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 696

    • Indikation

      Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
      Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
      opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden.  Umgehender Transport von Proben ins Labor.

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std. ; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      IgA-Quotienten werden mit Hilfe des Reiberdiagramms  bewertet

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Synonym

      QIgG
    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Berechnung
    • Referenzbereich

      siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
      Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
      Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
      werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
      (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
      Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 701

    • Indikation

      Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
      Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
      opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                
      Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden. 
      Umgehender Transport von Proben ins Labor.^

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std.; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: mehrere Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

    • Bewertung

      IgG-Quotienten werden mit Hilfe des Reiberdiagramms bewertet

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Synonym

      QIgM
    • Material

      Liquor 1 ml
    • Methode

      Berechnung
    • Referenzbereich

      siehe Befund nach dem Reiber-Diagramm

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
      Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
      Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
      werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
      (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
      Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

      Literatur:
      B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
      Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 704

    • Indikation

      Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
      Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
      opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

    • Praeanalytik

      Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.
      Umgehender Transport von Proben ins Labor.
      Blutentnahme und die Liquor-Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                                      
      Für die Liquorprobe sind native Polypropylen-Röhrchen zu verwenden.      

      Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std.; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: Jahre

      Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung
                      

    • Bewertung

      Befundung nach dem Reiber-Diagramm

    • Durchfuehrung

      Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

    • Material

      Serum 1 ml
      und
      Liquor 0,5 ml
    • Methode

      Isoelektrische Fokusierung
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die intrathekale IgG-Synthese wird durch Nachweis oligoklonaler Banden im Liquor ohne korrespondierenden Nachweis von Banden im Serum des selben Patienten. Der Nachweis  von oligoklonalen Banden erfolgt durch  Isoelektrische Fokusierung. Dabei  findet die  elektrophoretische Auftrennung von Proteinen in einem Gel aufgrund ihres relativen Gehalts an sauren und basischen Aminosäureresten. Jedes Protein wandert im elektrischen Feld soweit, bis der umgebende pH-Wert seinem pl entspricht und kann mit einem spezifischen Antiserum als eine Präzipitationbande nachgewiesen werden.

    • Indikation

      Diagnose von entzündlichen Prozessen und Schrankenfunktionsstörungen im ZNS. Insbesondere beim Verdacht auf intrathekale IgG-Synthese.

    • Praeanalytik

      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen.  Für die Blutentnahme Serumrohrchen mit Trennungsgel verwenden.  Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden.  Umgehender Transport von Proben ins Labor.

    • Bewertung

      Oligoklonales IgG wird nach den folgenden 5 Kriterien bewertet:
      Typ 1
      Kein oligoklonales IgG  nachweisbar 
      Typ 2
      Oligoklonales IgG  im Liquor kein oligoklonales IgG im Serum. Hinweis auf intrahekale IgG Synthese
      Typ 3
      Oligoklonales IgG im Liquor und zusätzliche, identische oligoklonale Banden in Serum und Liquor. Hinweis auf Schrankenfunktionsstörung zusammen mit intrahekaler IgG Synthese
      Typ 4
      Identische oligoklonale Banden in Liquor(CSF) und Serum. Hinweis auf Schrankenfunktionsstörung
      Typ 5
      Monoklonales IgG in Liquor (CSF) und Serum Hinweis auf Systemische Paraproteine.

    • Durchfuehrung

      Isoelektrische Fokusierung mit IgG-spezifischem Immunoblot

    • Material

      Serum 1 ml
    • Methode

      Nephelometrie
    • Einheit

      g/l
    • Referenzbereich

        0-4 Tage 28-44
        4 Tage-14 Jahre 38-54
        >14 Jahre-18 Jahre 32-45
        > 18 Jahre 35-52
           
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Die gleichzeitge  Albuminbuminbestimmung im Liquor und Serum ermöglicht die Ermittlung von Liquor/Serum-Quotienten sowie Ig-Indizes, und dadurch die Unterscheidung zwischen Exsudation von Serum-Immunoglobulinen in den Liquor und lokaler Synthese im ZNS (Reiber Diagramm).

    • Indikation

      Verdacht auf Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktionsstörungen, z.B.  bei
      Meningitiden, Enzephalitiden, Tumoren oder auch beim Guillain-Barré-Syndrom. Die Bestimmung von Albumin in Liquor/Serum ermöglicht die Berechnung des Albuminquotienten aus Liquor und Serum und somit eine
      Beurteilung der Blut-Hirn/Liquor-Schrankenfunktion.

    • Praeanalytik

      Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.  Serumrohrchen mit Trennungsgel verwenden.   Umgehender Transport der Probe ins Labor.

    • Bewertung

      Referenzbereiche über Liquor/Serum Quotienten sinnvoll. Albuminquotient altersabhängig nach Formel Q-Alb = (4+Alter/15)x 10E-3

    • Synonym

      IgG
    • Material

      Heparin-Plasma 1 ml
      oder
      Serum 1 ml
    • Methode

      Immunturbidimetrie
    • Einheit

      g/l
    • Referenzbereich

      Alter

       

      bis 1 Jahr

      >= 2.32 – 14,11

      1-3 Jahre

      >= 4.53 – 9,16

      4-6 Jahre

      >= 5.04 – 14,64

      7-9 Jahre

      >= 5.72 – 14,74

      10-11 Jahre

      >= 6.98 – 15,6

      12-13 Jahre

      >= 7.59 – 15,49

      14-15 Jahre

      >= 7.16 – 17,11

      16-19 Jahre

      >= 5.49 – 15,84

      >19 Jahre

      >= 7 – 16

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      IgG ist mit einem prozentualen Anteil von über 75% der Gesamtimmunglobuline das vorherrschende Immunglobulin des Serums. Es besitzt als Monomer ein Molekulargewicht von ca. 150 kD und eine Halbwertzeit von 7-21 Tagen. Es werden 4 IgG-Subklassen unterschieden, von denen IgG1 die häufigste ist. Dem IgG kommt eine bedeutende Funktion als Zweitantikörper bei der Erstinfektion und als Erstantikörper bei Reinfektion zu. IgG ist plazentagängig und trägt wesentlich zur Immunität des Feten bei.

      Literatur:
      L. Thomas. ;Immunglobuline (Ig). ;In :L. Thomas (Hrsg) Labor und Diagnose;TH-Books 8. Aufl. (2012), S. 1231 ff
      F.A. Bonilla et al.;Update on primary immunodeficiency diseases. ;J Allergy Clin Immunol. 117 Suppl. , S435 (2006)
      T. Lawrence et al.;Autosomal-dominant primary immunodeficiencies.;Curr Opin Hematol. 12 , 22 (2005)
      K. Warnatz et al.;Immune defects and autoimmunity. ;Internist (Berl). 44 , 15(2003)                                                                                                               
      Weitere Literaturhinweise in den Testanleitungen der Firma Roche Diagnostics

    • Indikation

      Hyper- und Hypogammaglobulinämie (in der Serumeiweißelektrophorese), V.a. selektiven IgG-Mangel, V. a. monoklonale Gammopathie, Therapie- und Verlaufskontrolle monoklonaler Gammopathien, chronische Lebererkrankungen, rezidivierende Infektionen, Überprüfung des Immunstatus, hereditäre und erworbene Immundefizienz, HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, Liquor-Diagnostik (Schrankenstörungen)

    • Praeanalytik

      Plasma:  Li – Heparinplasma
      Serum: Standard-Probenentnahmeröhrchen bzw. Röhrchen, die Trenngel enthalten.

      Sachgemäße venöse Stauung (unter 2 Minuten). Probennahme bei liegenden Patienten wird empfohlen, da bei aufrechter Körperhalltung (z.b. nach mindestens 15-minütigem Sitzen) bis 10% höhere Werte gemessen werden können.

      Lagerstabilität:
      4 Monate bei 15‑25 °C; 8 Monate bei 2‑8 °C
      Störfaktoren:
      Extrem hohe Titer von Rheumafaktoren sowie starke Hämolyse, starke Lipämie, ausgeprägter Ikterus können die Messung stören.

    • Bewertung

      Erhöhte Werte: IgG-Plasmozytom, Lymphome, Malignome, Autoimmunerkrankungen, chronische und rezidivierende Infektionen, chronische Lebererkrankungen

      Erniedrigte Werte: IgG-Mangel, Agammaglobulinämie, Immundefizienzsyndrome, nephrotisches Syndrom, exsudative Enteropathie, Plasmozytom (bei Bildung anderer Immunglobulinklassen), Immunusuppressiva, schwere Verbrennungen

    • Durchfuehrung

      wöchentags 8.00-20.00 Uhr, Sa. und So. 8.00-15.00 Uhr

    • Synonym

      IgA
    • Material

      Heparin-Plasma 1 ml
      oder
      Serum 1 ml
    • Methode

      Immunturbidimetrie
    • Einheit

      g/l
    • Referenzbereich

      Alter  
      0-1  Jahr <= 0.83
      2-3  Jahre >= 0.2 – 1
      4-6  Jahre >= 0.27 – 1,95
      7-9  Jahre >= 0.34 – 3,05
      10-11  Jahre >= 0.53 – 2,04
      12-13  Jahre >= 0.58 – 3,58
      14-15  Jahre >= 0.47 – 2,49
      16-19  Jahre >= 0.61 – 3,48
      > 19  Jahre >= 0.7 – 4,0
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Immunglobulin A kommt als Serum-IgA und als sekretorisches IgA vor. Serum-IgA liegt zu 90% in monomerer und zu 10% in polymerer Form vor und tendiert zur Komplexbildung, insbesondere mit Albumin und Enzymen. Sekretorisches IgA besteht aus einem Komplex von 2 IgA-Molekülen, die durch eine J-Kette verbunden sind und eine sekretorische Komponente besitzen. Das sekretorische IgA wird unabhängig vom Serum-IgA synthetisiert, so daß ein Mangel an Serum-IgA nicht zwangsläufig einen Mangel an sekretorischem IgA bedeutet.

      Literatur:
      L. Thomas. ;Immunglobuline (Ig). ;In :L. Thomas (Hrsg);Labor und Diagnose;TH-Books 8. Aufl. (2012), S. 1231
      J. Blade. ;Clinical practice. Monoclonal gammopathy of undetermined significance.
      New Engl J Med. 355 , 2765 (2006);J.
      Mestecky et al.; IgA nephropathy: current views of immune complex formation. ;Contrib Nephrol. 157 , 56 (2007)
      N. Kutukculer et al.; Increases in serum immunoglobulins to age-related normal levels in children with IgA and/or IgG subclass deficiency.;Pediatr Allergy Immunol. 18 , 167 (2007)                                                                                                 
      Weitere Literaturhinweise in den Testanleitungen der Firma Roche Diagnostics

    • Indikation

      Hyper- und Hypogammaglobulinämie (in der Serumeiweißelektrophorese), V.a. selektiven IgA-Mangel, V. a monoklonale Gammopathie, Therapie- und Verlaufskontrolle monoklonaler Gammopathien, chronische Lebererkrankungen, rezidivierende Infekte

    • Praeanalytik

      Plasma:  Li – Heparinplasma
      Serum: Standard-Probenentnahmeröhrchen bzw. Röhrchen, die Trenngel enthalten.

      Sachgemäße venöse Stauung (unter 2 Minuten). Probennahme bei liegenden Patienten wird empfohlen, da bei aufrechter Körperhalltung (z.b. nach mindestens 15-minütigem Sitzen) bis 10% höhere Werte gemessen werden können.

      Lagerstabilität im Serum bzw. Plasma:                                                                                                                     
      8 Monate bei 15‑25 °C; 8 Monate bei 2‑8 °C; 8 Monate bei (-15)‑(-25) °C

      Störfaktoren:
      Extrem hohe Titer von Rheumafaktoren sowie starke Hämolyse, starke Lipämie, ausgeprägter Ikterus können die Messung stören.

    • Bewertung

      Erhöhte Werte:
      IgA-Plasmozytom, Schwerkettenerkrankung, alkoholtoxische Leberzirrhose, chronische Lebererkrankungen, IgA-Nephropathie, Purpura Schönlein-Henoch, chronische Infektionen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen., Wiskott-Aldrich-Syndrom

      Erniedrigte Werte:
      IgA-Mangel, Agammaglobulinämie, kombinierte Immundefizienzsyndrome, nephrotisches Syndrom, exsudative Enteropathie, Plasmozytom (bei Bildung anderer Immunglobulinklassen), schwere Verbrennungen, Ataxie-Teleangiektasie

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter

    • Synonym

      IgM
    • Material

      Heparin-Plasma 1 ml
      oder
      Serum 1 ml
    • Methode

      Turbidimetrie
    • Einheit

      g/l
    • Referenzbereich

      Alter    
      bis 1  Jahr   <= 1.45
      bis 3  Jahre >= 0.19  <= 1.46
      bis 6  Jahre >= 0.24 <= 2.1
      bis 9  Jahre >= 0.31 <= 2.08
      bis 11  Jahre >= 0.35 <= 1.79
      bis 13  Jahre >= 0.35 <= 2.39
      bis 15  Jahre >= 0.15 <= 1.88
      bis 19  Jahre >= 0.23 <= 2.59
      > 19  Jahre >= 0.4 <= 2.30
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      IgM besitzt ein ungefähres Molekulargewicht von 900 kD und liegt im Serum größtenteils als Pentamer vor. IgM ist der Antikörper der primären Immunantwort. Bei Beginn der IgG-Immunantwort fallen die antigenspezifischen IgM-Spiegel in der Regel wieder ab. IgM kann die Plazenta nicht passieren, so daß erhöhte Serumspiegel im Nabelschnurblut oder während der ersten Lebenswoche für eine pränatale Infektion sprechen.

      Literatur:
      L. Thomas. ;Immunglobuline (Ig). ;In :L. Thomas (Hrsg);Labor und Diagnose;TH-Books 8. Aufl. (2012), S. 1231
      S.V. Rajkumar et al.;Monoclonal gammopathy of undetermined significance, Waldenstrom macroglobulinemia, AL amyloidosis, and related plasma cell disorders: diagnosis and treatment. ;Mayo Clin Proc. 81 , 693 (2006)
      M.A. Dimopoulos et al.;Diagnosis and management of Waldenstrom’s macroglobulinemia.;J Clin Oncol. 23 , 1564 (2005)
      A. Durandy et al.;Hyper-immunoglobulin M syndromes caused by intrinsic B-lymphocyte defects. ;Immunol Rev. 203 , 67 (2005)
      J.J. Manson et al.;Natural serum IgM maintains immunological homeostasis and prevents autoimmunity. Springer Semin Immunopathol. 26 , 425 (2005)                                                                                       
      Weitere Literaturhinweise in den Testanleitungen der Firma Roche Diagnostics

    • Indikation

      Hyper- und Hypogammaglobulinämie (in der Serumeiweißelektrophorese), V.a. selektiven IgM-Mangel, V. a. monoklonale Gammopathie, Therapie- und Verlaufskontrolle monoklonaler Gammopathien, Lebererkrankungen, rezidivierende Infektionen, im Nabelschnurblut zur Diagnose von pränatalen Infektionen

    • Praeanalytik

      Plasma:  Li – Heparinplasma
      Serum: Standard-Probenentnahmeröhrchen bzw. Röhrchen, die Trenngel enthalten.

      Sachgemäße venöse Stauung (unter 2 Minuten). Probennahme bei liegenden Patienten wird empfohlen, da bei aufrechter Körperhalltung (z.b. nach mindestens 15-minütigem Sitzen) bis 10% höhere Werte gemessen werden können.

      Lagerstabilität:
      2 Monate bei 15‑25 °C;4 Monate bei 2‑8 °C;6 Monate bei (-15)‑(-25) °C
      Störfaktoren:
      Starke Hämolyse, starke Lipämie, ausgeprägter Ikterus können die Messung stören.

    • Bewertung

      Erhöhte Werte:
      M. Waldenström, Schwerkettenerkrankung, Plasmozytom (extrem selten), Leberzirrhose, einige Lymphome, Kälteagglutinin-Krankheit, akute und chronische Hepatitis, primär biliäre Zirrhose, chronisch destruierende Cholangitis , akute und chronische Infektionen, maligne Tumore, Autoimmunerkrankungen.

      Erniedrigte Werte:
      IgM-Mangel, Agammaglobulinämie, Plasmozytom (bei Bildung anderer Immunglobulinklassen), geringgradig bei nephrotischem Syndrom und exsudativer Enteropathie, schwere Verbrennungen

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter

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Tel: +49 (30) 405 026-800

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