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    • Material

      Heparin-Plasma 1 ml
    • Methode

      Immunturbidimetrie
    • Einheit

      g/l
    • Referenzbereich

         

      2 bis 3.6 g/l

    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Transferrin ist ein Protein, das in der Leber synthetisiert und den beta-Globulinen zugerechnet wird. Es ist für den Transport des Eisens von seiner Absorptionsstelle (oberer Dünndarm) zu den eisenverbrauchenden Geweben verantwortlich. Der Transferrinspiegel im Serum korreliert invers mit der Größe des Eisenpools; ein Anstieg findet sich bei Eisenmangel, ein Abfall bei Eisenüberladung. Bei Vorliegen einer Entzündung läßt der Transferrinwert nur bedingt Rückschluß auf den Eisenhaushalt zu, da Transferrin im Rahmen einer Akute-Phase-Reaktion abfällt.

    • Indikation

      Verdacht auf latenten/manifesten Eisenmangel oder Eisenüberladung

    • Praeanalytik

      Störfaktoren:
      Falsch erhöhte Werte: Orale Kontrazeptiva, Östrogene, Gestagene

      Literatur:

      L.L. Dunn et al.;Iron uptake and metabolism in the new millennium. ;Trends Cell Biol. 17 , 93 (2007)

      R. Deicher et al.;New insights into the regulation of iron homeostasis.;Europ. J. Clin. Invest. 36 , 301 (2006) 

    • Bewertung

      Erhöhte Werte:
      Eisenmangelzustände, Gravidität, Kindheit

      Erniedrigte Werte:
      Akute-Phase-Reaktion, Eisenüberladung (Hämosiderose, Hämochromatose), bestimmte Anämieformen (hämolytisch, aplastisch, perniziös, sideroachrestisch), Proteinverlust (enteral, renal), Malnutrition, Infektionen, Malignome, Leberzirrhose, Hepatitis, kongenitale Atransferrinämie

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter

    • Synonym

      TfS
    • Material

      Serum 1 ml
    • Methode

      Berechnung
    • Einheit

      %
    • Referenzbereich

        16 – 45
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Transferrin (Tf) ist ein Transportprotein für Eisen. TfS wird aus der Konzentration des Eisens und des Tfs berechnet und in % angegeben. Dieser Wert beziffert die Menge an Eisenmolekülen pro Molekül des Tf. An das Tf gebundenes Eisen stellt ein Funktionseisen zur Synthese von Hämoglobin und eisenhaltigen Enzymen dar. Der Tf-Spiegel wird von dem Eisengehalt der Hepatozyten reguliert. Ist er niedrig, steigt die Tf-synthese, ist er hoch, erfolgt eine Herunterregulierung. Tf ist ein negatives Akute-Phase Protein. Bei hochen CRP wird seine Synthese herunterreguliert. TfS ist ein Indikator für Eisenturnover.

      Literatur:
      Labor und Diagnos ( L.Thomas)2008; Referenzbereiche in der Hämatologie ( R.Herklotz, U.Lüthi, C.Ottiger, A.R. Huber) Therapeutische Umschau Band 63, 2006,Heft1

    • Indikation

      Verdacht auf Funktionseisen-Mangel, auf Eisenüberladung, Eisenverteilungsstörung, Beurteilung des Plasmaeisen-Turnover

    • Praeanalytik

      Abnahme nüchtern und immer morgens (zirkadianer Rhythmus)

      Störfaktoren: Hämolyse, Lipämie

    • Bewertung

      Ernidrigte TfS: Eisenmangel (<15%) oder Akute-Phase-Reaktion.
      Normale TfS: ACD,  Erhöht: Eisenüberladung ( Hämochromatose >50 Transfusionen, ineffektive Erythropoese)

      Bei Verdacht auf hereditäre Hämochromatose gilt TfS als Screening Test
      Bei Behandlung der Anämie mit Erythropoetin erfolgt die Kontrolle des Speichereisens über TfS.

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter

    • Synonym

      sTfR
    • Material

      Heparin-Plasma 1 ml
      oder
      Serum 1 ml
    • Methode

      Turbidimetrie
    • Einheit

      mg/l
    • Akkreditiert

      Ja
    • Allgemeines

      Als Folge einer Proteolyse entsteht die lösliche Form des Transferrinrezeptors (sTfR). Im Plasma liegt der lösliche Transferrinrezeptor zusammen mit Transferrin als Komplex mit einem Molekulargewicht von ca. 320 kD vor. Die Serumkonzentration des sTfR ist direkt proportional zur Konzentration des Rezeptors auf der Membran. Die sTfR-Konzentration wird im Gegensatz zur Ferritinkonzentration nicht durch Akute-Phase-Reaktionen, akute Funktionsstörungen der Leber oder bösartige Tumoren beeinträchtigt.
      Die Eisenaufnahme durch die Körperzellen wird durch die Expression des Transferrinrezeptors (TfR) gesteuert. Wenn die intrazellulären Eisendepots aufgebraucht sind – was einer Ferritinkonzentration von weniger als 12 µg/L entspricht – wird mehr TfR exprimiert. Die Affinität des Transferrinrezeptors zu Transferrin hängt vom Beladungszustand des Transferrins ab. Da 80-95% der Transferrinrezeptormoleküle in blutbildenden Zellen vorkommen, spiegelt die TfR-Konzentration (und damit auch die sTfR-Serumkonzentration) den Eisenbedarf dieser Zellen wider. Bei einem Eisenmangel steigt die sTfR-Konzentration noch bevor es zu einem signifikanten Abfall der Hämoglobinkonzentration kommt. Anhand der sTfR-Konzentration lässt sich daher der funktionelle Eisenstatus untersuchen, während Ferritin Hinweise auf den Eisendepotstatus zulässt.
      Eine Einschätzung der funktionellen Eisenmangelanämie erhält man durch die Bestimmung des sTfR-Indexes (= sTfR-Konzentration/Log-Ferritinkonzentration), des Hämoglobingehaltes der Retikulozyten und Auswertung im Thomas-Plot.
      Erhöhte sTfR-Werte können auch bei Polyzythämie, hämolytischer Anämie, Thalassämie, hereditärer Spherozytose, Sichelzellanämie, megaloblastischer Anämie, Myelodysplasie sowie bei Vitamin B12-Mangel vorliegen. Erhöhte sTfR-Konzentrationen können im Falle eines funktionellen Eisenmangels auch während einer Schwangerschaft auftreten. Eine rhEPO-Therapie kann über die sTfR-Konzentration überwacht werden.
      Literatur:
      L.Thomas. ;Labor und Diagnose 2008
      R.Herklotz et al.;Referenzbereiche in der Hämatologie;Therapeutische Umschau, Band 63, Heft 1, 2006

    • Indikation

      Unterscheidung zwischen Anämie chronischer Erkrankungen (anemia of chronic disease, ACD) un

    • Praeanalytik

      Lagerstabilität:
      bei Raumtemperatur und bei 4°C bis 8°C: 1 Woche

      Störfaktoren:
      falsch erniedrigte Werte: orale Kontrazeptiva (die Ethinylestradiol enthalten)

    • Bewertung

      Normal:
      chronische Erkrankungen ohne Eisenmangel, akute Entzündungen, maligner Tumor, Schwangerschaft ohne Eisenmangel

      Erhöhte Werte:
      hyperproliferative Anämieformen (Expansion der Erythropoese): Polycythaemia, Thalassämie, hämolytische Anämie, hereditäre Sphärozytose, Sichelzellanämien, weiterhin bei Eisenmangelanämie, Anämie im Rahmen chronischer Erkrankungen (Rheuma, HIV), Megaloblastenanämie, Vitamin-B12-Mangel, myelodysplastisches Syndrom

      Erniedrigte Werte:
      urämische Anämien, aplastische Anämie, hypoproliferative Erythropoese wie bei der renalen Anämie

    • Durchfuehrung

      wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter