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  • Synonym

    Proakzelerin
  • Material

    Citrat-Blut 3 ml
  • Methode

    Koagulometrie
  • Einheit

    %
  • Referenzbereich

    70-120

  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    Faktor V wird in der Leber synthetisiert und zum Teil in Granula der Thrombozyten gespeichert. Seine biologische Halbwertzeit beträgt 12-15 Stunden. Faktor V wird durch Thrombin aktiviert und ist dann ein Cofaktor der FII Aktivierung. Physiologischer Inhibitor des Faktors Va ist das aktivierte Protein C, nicht aktivierter F V unterstützt die Inaktivierung von F VIIIa durch aktiviertes Protein C.

    Literatur:
    G. Müller-Berghaus. Regulation und Dysregulation des Hämostasesystems. In :L. Thomas (Hrsg) Labor und Diagnose, TH-Books 6. Aufl. (2005), S. 790 ff
    K. Fickenscher, L. Thomas. Gerinnungsfaktoren- Einzelanalysen. In :L. Thomas (Hrsg) Labor und Diagnose, TH-Books 6. Aufl. (2005), S. 849 ff
    B. Luxembourg et al., Basiswissen Gerinnungslabor. ;Dtsch. Ärzteblatt 104 , C1260 (2007)
    R. Asselta et al., Inherited defects of coagulation factor V: the hemorrhagic side.
    J Thromb Haemost. 4 , 26 (2006) ;H.L. Vos, Inherited defects of coagulation Factor V: the thrombotic side.
    J Thromb Haemost. 4 , 35 (2006)
    M. Kalafatis et al., Factor V: Dr. Jeckyll and Mr. Hyde. ;Adv Exp Med Biol. 489 , 31 (2001)

  • Indikation

    Abklärung der Ursache von pathologischen Globaltesten (TPZ, aPTT), Verlaufskontrolle von akuten Leberfunktionsstörungen, Lebertransplantation, Verbrauchskoagulopathie, Blutungsneigung in der Anamnese und/oder in der Familie

  • Praeanalytik

    Abnahmebedingungen:
    Die Blutentnahme soll mit einer möglichst weitlumigen Kanüle erfolgen, für Erwachsene mindestens 21 G, entspricht 0,8 mm oder 20 G entspricht 0,9 mm. (Diese Kanülen sind bei dem derzeit in der Charite und bei Vivantes verwendeten System grün bzw. gelb). Für Kinder können 23 G, entsprechend 0,6 mm-Kanülen verwendet werden. Die Stauung der Vene darf 1 Minute nicht überschreiten, nach Punktion der Vene soll die Stauung gelöst werden.
    Das Mischungsverhältnis von 1 Teil Citrat zu 9 Teilen Blut muss korrekt eingehalten werden, deshalb Citratröhrchen immer bis zur Markierung füllen. Das  Entnahmeröhrchen muss sofort nach dem Abziehen von der Kanüle/dem Butterfly  vorsichtig durch 4-5-maliges Überkopfschwenken gemischt werden, dabei ist Schaumbildung zu vermeiden.
    Das Gerinnungsröhrchen soll nicht zuerst abgenommen werden, idealerweise nach einem  Serumröhrchen ohne Zusatz. Vor allem bei Verwendung von Schlauchsystemen immer ein anderes Röhrchen vorher füllen (Volumen im Schlauch fehlt sonst im Citratröhrchen und kann zu einem falschen Mischungsverhältnis führen).
    Transport/Lagerung:
    Proben bei Zimmertemperatur umgehend in das Labor transportieren (spätestens innerhalb von 2 Stunden, die Bearbeitung muss im Allgemeinen innerhalb von  4 Stunden abgeschlossen sein), sonst Plasma 2x abzentrifugieren und einfrieren. Nicht im Kühlschrank lagern.
    Störfaktoren:
    Mikrogerinnsel durch Gerinnungsaktivierung bei traumatischer Blutentnahme (Freisetzung von Gewebsthromboplastin) oder unzureichendes Mischen. Fibrinolyseaktivierung durch zu langes Stauen. Bei Abnahme aus i.v.-Zugängen kommt es zu Verunreinigungen durch Blocken/Spülen mit Heparin oder Infusionslösungen. Deshalb mindestens 10 ml Blut verwerfen.
    Starke Hämolyse kann zu einer Verkürzung der Gerinnungszeiten führen.

    Bei einem Hämatokrit > 0,55 l/l bitte präparierte Röhrchen im Labor anfordern, da hier die Citratmenge vermindert werden muss. (Nicht bei Neugeborenen!)

  • Bewertung

    Verminderte Aktivität: Hyperfibrinolyse, schwere Leberschäden, Verbrauchskoagulopathie, angeborener Mangel (selten), Inhibitor gegen F V (sehr selten)
    Erhöhte Aktivität: Klinisch von untergeordneter Bedeutung.

  • Durchfuehrung

    wochentags von 8:00-16:00 Uhr,Routineparameter, in dringenden Fällen auf Anforderung