zurück

  • Synonym

    beta-2-Mikroglobulin
  • Material

    Heparin-Plasma 1 ml
    oder
    Serum 1 ml
  • Methode

    Turbidimetrischer Immunoassay
  • Einheit

    mg/l
  • Referenzbereich

        0,8 bis 2.2
  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    b2-Mikroglobulin ist das Leichtkettenprotein der MHC-Klasse I Moleküle und kommt auf allen kernhaltigen Zellen als Bestandteil des HLA-Komplexes vor. Es wird in geringen Mengen ständig in das Blut abgegeben. Da es in der Niere frei filtriert und tubulär physiologischerweise reabsorbiert wird, finden sich im Serum gesunder Personen gleichbleibend geringe Mengen und im Urin nahezu kein b2-Mikroglobulin. Eine gesteigerte Freisetzung durch erhöhte Aktivitäten des Immunsystems führt zu einem Anstieg der Serumkonzentration. Bei tubulären Schäden steigt die Konzentration auch im Urin an.

    Literatur:
    1. J.F. San Miguel et al., Prognostic features of multiple myeloma. Best Pract Res Clin Haematol. 18 , 569 (2005).
    2. R.W. Collins, Human MHC class I chain related (MIC) genes: their biological function and relevance to disease and transplantation. Eur J Immunogenet. 31 , 105 (2004).
    3. Dati F, Metzmann E: Proteins. Laboratory testing and clinical use. Diasys Diagnostic Systems GmbH, Holzheim, Germany (2005).
    4. L.Thomas, Labor und Diagnose, 6. Auflage, 2005

  • Indikation

    b2-Mikroglobulin ist der Tumormarker der 1. Wahl zur Therapie- und Verlaufskontrolle diverser maligner lymphoproliferativer Erkrankungen, insbesondere Hodgkin-Lymphome, Non-Hodgkin-Lymphome, Burkitt-Lymphom sowie Plamozytom/multiples Myelom. Beurteilung der glomerulären Filtrationsleistung, Differenzierung glomerulärer und tubulärer Funktionsstörungen, Kontrolle der Nierenfunktion bei Transplantatempfängern (frühes Abstoßungszeichen). Beurteilung der Progression einer HIV-Infektion.

  • Praeanalytik

    Heterophile Antikörper in Patientenproben können zu falsch hohen oder falsch niedrigen Ergebnissen führen.

    Lagerstabilität:
    1 Tag bei Raumtemperatur

    Störfaktoren:
    Erhöhte Werte: durch Ciclosporin- oder Lithium-Therapie. Das Vorliegen von Rheumafaktoren im Blut kann die Nachweismethode beeinflussen.

  • Bewertung

    Erhöhte Werte: Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome, Plasmozytom/multiples Myelom, Leukosen, vermehrte Produktion durch T-Lymphozyten bei HIV-Infektion, chronische Polyarthritis, Sjögren-Syndrom, akute-Phase-Reaktion, Nephropathien mit Einschränkung der glomerulären Filtrationsrate, Pankreaskarzinome, Transplantatabstoßung

  • Durchfuehrung

    wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter