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  • Material

    Citrat-Blut 3 ml
  • Methode

    Koagulometrie
  • Einheit

    s(Sekunden)
  • Referenzbereich

    16-18,3

  • Akkreditiert

    Nein
  • Allgemeines

    Durch die Einwirkung von Thrombin auf Fibrinogen kommt es unter Abspaltung der Fibrinopeptide A und B zur Bildung von Fibrinmonomeren. Die Fibrinmonomere polymerisieren spontan und es entsteht das sichtbare Fibringerinnsel. Die Thrombinzeit wird durch Thrombinhemmung (unfraktioniertes Heparin und direkte Thrombininhibitoren) und Polymerisationsstörungen des Fibrins verlängert.
    Literatur:
    B. Luxembourg et al.;Basiswissen Gerinnungslabor. ;Dtsch. Ärzteblatt 104, C1260 (2007)
    E.W. Davie et al.;An Overview of the Structure and Function of Thrombin. ;Semin. Thromb. Hemost. 32(Suppl.1), 3 (2006)
    M. Barthels;Das Gerinnungskompendium. ;Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York. 2. Auflage 2013, S. 387 ff

  • Indikation

    aPTT unklar verlängert:
    Überwachung der fibrinolytischen Therapie, Diagnose einer Hyperfibrinolyse
    Verdacht auf A- Hypo- Dysfibrinogenämie,
    Ausschluß direkter Thrombininhibitoren

  • Praeanalytik

    Abnahmebedingungen:
    Die Blutentnahme soll mit einer möglichst weitlumigen Kanüle erfolgen, für Erwachsene mindestens 21 G, entspricht 0,8 mm, oder 20 G, entspricht 0,9mm. Für Kinder können 23 G, entsprechend 0,6 mm-Kanülen verwendet werden. Die Stauung der Vene darf 1 Minute nicht überschreiten, nach Punktion der Vene soll die Stauung gelöst werden.
    Das Mischungsverhältnis von 1 Teil Citrat zu 9 Teilen Blut muss korrekt eingehalten werden, deshalb Citratröhrchen immer bis zur Markierung füllen. Das  Entnahmeröhrchen muss sofort nach dem Abziehen von der Kanüle/dem Butterfly  vorsichtig durch 4-5-maliges Überkopfschwenken gemischt werden, dabei ist Schaumbildung zu vermeiden.
    Das Gerinnungsröhrchen soll nicht zuerst abgenommen werden, idealerweise nach einem  Serumröhrchen ohne Zusatz. Vor allem bei Verwendung von Schlauchabnahmesystemen immer ein anderes Röhrchen vorher füllen (Volumen im Schlauch fehlt sonst im Citratröhrchen und kann zu einem falschen Mischungsverhältnis führen).
    Transport / Lagerung:
    Proben bei Zimmertemperatur umgehend in das Labor transportieren (spätestens innerhalb von 2 Stunden, die Bearbeitung muss im Allgemeinen innerhalb von  4 Stunden abgeschlossen sein), sonst Plasma 2x abzentrifugieren und einfrieren. Nicht im Kühlschrank lagern.
    Störfaktoren:
    Mikrogerinnsel durch Gerinnungsaktivierung bei traumatischer Blutentnahme (Freisetzung von Gewebsthromboplastin) oder unzureichendes Mischen. Fibrinolyseaktivierung durch zu langes Stauen. Bei Abnahme aus i.v.-Zugängen kommt es zu Verunreinigungen durch Blocken/Spülen mit Heparin oder Infusionslösungen. Deshalb mindestens 10 ml Blut verwerfen.
    Starke Hämolyse kann zu einer Verkürzung der Gerinnungszeiten führen.
    Bei einem Hämatokrit > 0,55 l/l bitte präparierte Röhrchen im Labor anfordern, da hier die Citratmenge vermindert werden muss. (Nicht bei Neugeborenen!)

  • Bewertung

    Verlängerung:
    Dysfibrinogenämie, Afibrinogenämie
    Hyperfibrinolyse
    physiologischer Befund beim Neugeborenen
    Antikoagulation mit: UF-Heparin, Argatroban und Dabigatran (Thrombininhibitoren)
    (NM-Heparin und Fondaparinux  beeinflussen die Thrombinzeit nicht!)

  • Durchfuehrung

    wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter
    Messung von Notfällen jederzeit möglich

Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH
Tel: +49 (30) 405 026-800

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