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  • Material

    Serum 1 ml
  • Methode

    Enzyme Linked Immunosorbent Assay
  • Dauer

    1x/Woche
  • Einheit

    U/ml
  • Referenzbereich

    < 10 U/ml

  • Akkreditiert

    Ja
  • Indikation

    Diagnose und Therapieverlauf von Zöliakie

    Die Zöliakie, auch Sprue oder gluten-sensitive Enteropathie genannt, ist eine  Erkrankung, die auf einer Unverträglichkeit  von Gliadin, einem Bestandteil des Eiweißgemisches Gluten, basiert. Der Verzehr glutenhaltiger Speisen führt bei dieser Erkrankung zu einer chronischen Entzündungen und sukkzessiven Zerstörung der Dünndarmschleimhaut.
    Klinisch äußert sich dies durch gastrointestinale Erscheinungen wie Durchfall, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen, aber auch durch indirekte und unspezifische Zeichen wie Blutarmut (Anämie), Müdigkeit oder Osteoporose.
    Eine extraintestinale Erscheinungsform der Zöliakie ist die Dermatitis herpetiformis Duhring, eine bullöse Autoimmundermatose.
    Als Hauptantigen der Zöliakie wurde die gewebsspezifische Transglutaminase identifiziert. Zumeist handelt es sich um IgA-Antikörper, da jedoch eine Assoziation von Zöliakie und selektivem IgA-Mangel/IgA-Defizienz ist beschrieben ist, sollte in diesen Fällen auch immer IgG-Antikörper bestimmt werden.

  • Bewertung

    Die Gewebetransglutaminase ist ein Enzym von vielen Gewebezellen, welches Gliadine der Nahrung katalysiert.
    Transglutaminase ist das Antigen gegen das Endomysiale Antikörper (EMA) gerichtet sind.

    IgA anti-tissue Transglutaminase-Antikörper haben eine diagnostische Sensitivität und eine Spezifität von jeweils 98%.
    In Vergleich dazu haben IgG anti-tissue Transglutaminase-Antikörper eine Sensitivität von 70% und eine Spezifität von 95%.
    Der positive prediktive Wert von IgA anti-tissue Transglutaminase-Antikörper liegt bei ca. 72%, während der von IgG anti-tissue Transglutaminase-Antikörper bei nur 42% liegt.
    Fehlende IgA oder IgG –Antikörper haben einen negativen prädiktiven wert von  99%.