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  • Material

    Serum 1ml
  • Methode

    Immuno-CAP-Fluoreszenz-Assay
  • Einheit

    kU/l
  • Referenzbereich

    <= 0,35 kU/l

  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    Allergenbeschreibung

    Betula verrucosa

    Familie 

    Betulaceae

    Baumart, die große Pollenmengen produziert und bei sensibilisierten Personen häufig Heuschnupfen, Asthma und Konjunktivitis auslöst. Die Weißbirke ist ein einstämmiger Laubbaum, der bis zu 25 Meter hoch werden kann. Die Rinde ist glatt und silbrig weiß mit tiefgefurchten schwarzen Borken. Zahlreiche allergene Proteine der Birkenpollen wurden identifiziert und beschrieben, z. B. Bet v 1 – ein Hauptallergen – und Bet v 2 als ein Profilin. 

    Allergen-Exposition

    Die Birke blüht gegen Ende des Frühlings, zeitgleich mit dem Austreiben der Blätter. In Nordamerika blüht sie bereits zu Beginn des Frühjahrs und gelegentlich noch einmal im Spätsommer oder Herbst. Die Birke blüht in der Regel nur kurz. Sie wird windbestäubt.

    Die Birke ist ein Waldbaum und bevorzugt leichteres Erdreich. Sie wächst häufig in der Heide und auf Lichtungen und wird auch in Gärten angepflanzt.

    Die Weißbirke ist in weiten Teilen Europas, Nordwestafrikas und Westsibiriens zuhause und weit verbreitet, in den südlicheren Regionen Europas dagegen nur selten. In Skandinavien und den Alpenregionen ist sie der am häufigsten anzutreffende Baum und dabei ein potenter Pollenproduzent. In Ostasien und Nordamerika gibt es eng verwandte Arten. 

    Kreuzreaktivität

    Erwartungsgemäß wird häufig eine Kreuzreaktivität zwischen Pollen von Arten innerhalb der Familie Betulaceae oder mit eng verwandten Familien beobachtet.

    Sowohl die Hauptallergene von Haselnuss, Apfel, Birne, Aprikose und Kirsche als auch zweitrangige Allergene in anderen Nahrungsmitteln wie Erdnüssen oder Soja sind strukturelle Homologe des wichtigsten Birkenpollen-Allergens Bet v 1.

    Eine Kreuzreaktivität wurde auch mit anderen Profilinenthaltenden Substanzen beobachtet, beispielsweise Haselnüssen, Ambrosienpollen, Mango, Beifußpollen, Wiesenlieschgraspollen, Sellerie, Karotten, Erdnüssen und Gewürzen.

    Klinische Erfahrungen

    IgE-vermittelte Reaktionen

    Birkenpollen sind äußerst allergen und verursachen allergische Reaktionen wie Asthma, allergische Rhinitis und Konjunktivitis. Die Birke ist einer der wichtigsten Auslöser für Heuschnupfen.

    Eine Kreuzreaktivität zwischen Birke und Nahrungsmitteln kann bei birkeempfindlichen Personen zur Symptomatik eines Oralen-Allergie-Syndroms (OAS) führen. Symptome einer Nahrungsmittelallergie bei Birkenpollenallergikern treten in der Regel gemäßigt und beschränkt auf die Mundhöhle auf. Während eine Nahrungsmittelallergie, z. B. auf Haselnuss, ohne begleitende Pollenallergie eher selten ist, sind die Symptome andererseits aber meist schwerer und häufig systemisch.