zurück

  • Material

    Serum 1ml
  • Methode

    Immuno-CAP-Fluoreszenz-Assay
  • Einheit

    kU/l
  • Referenzbereich

    <= 0,35 kU/l

  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    Allergenbeschreibung

    Gadus morhua (Kabeljau/Dorsch)

    Familie

    Gadidae

    Der Atlantik-Dorsch spielt bei der Ernährung mit Fisch weltweit die größte Rolle. Er wird frisch, gefroren, geräuchert, gesalzen und in Dosen verkauft.

    Patienten mit Fischallergien zeigen oft dramatische Symptome wie z. B. Asthma oder anaphylaktische Reaktionen. Manche Patienten, die auf eine bestimmte Fischart allergisch sind, können unter Umständen andere Fischarten vertragen.

    Allergenexposition

    Erwartete Exposition

    • Fleisch von Kabeljau/Dorsch

    Unerwartete Exposition

    • Als nicht-deklarierter Bestandteil in industriell gefertigten Nahrungsmitteln, z. B. in gepökelten Fleischprodukten
    • Kontamination von Bratöl, Kochutensilien und Behältern
    • Inhalation von Dampf oder getrockneten Fragmenten

    Kreuzreaktivität

    Spezies innerhalb der Gruppe der Fische, beispielsweise die Gadiformes (Dorsch/Kabeljau und Seehecht) und Scombridae (Markele und Thunfisch), scheinen über gemeinsame allergene Bestandteile zu verfügen. Die Überschneidung der Allergenspezifität zwischen den Gruppen ist wahrscheinlich nur gering.

    Das wichtigste Dorschallergen (Parvalbumin) scheint jedoch in vielen Fischarten vertreten zu sein.

    Klinische Erfahrungen

    IgE-vermittelte Reaktionen

    Allergische Reaktionen auf Fisch sind häufig Ursache einer Nahrungsmittelallergie. Die Prävalenz variiert in atopischen Populationen ungefähr zwischen 10 und 40 %. In Norwegen leidet 1/1000 der Allgemeinbevölkerung unter einer Fischallergie. Während Kuhmilch- und Eiweißallergien bei Kindern mit zunehmenden Alter verschwinden („auswachsen“), bleibt die Überempfindlichkeit gegenüber Fisch auch in späteren Lebensabschnitten erhalten.

    Die Reaktionen auf Fischallergene sind oft schwer. In zahlreichen Studien wird von systemischen Reaktionen nach dem Genuss von Fisch berichtet, aber auch nach der Inhalation von Dampf oder Aerosolen bei der Handhabung oder Zubereitung sowie nach Hautkontakt.

    Extrem empfindliche Patienten erlitten einen anaphylaktischen Schock, nachdem sie in wiederverwendetem Bratöl zubereitetes Essen zu sich nahmen, oder nach Verwendung von Utensilien bzw. Behältern, die zuvor mit Fisch in Kontakt kamen.

    Viele Patienten vermeiden alle Fischarten, andere vertragen bestimmte Fischsorten, was auf spezifische Allergene hinweist.

    Da die Patienten sowohl auf gekochten als auch auf rohen Fisch reagieren, ist davon auszugehen, dass die Allergene hitzebeständig sind. Allerdings lassen neuere Studien vermuten, dass Patienten unterschiedlich auf verarbeiteten Fisch reagieren können und dass die allergischen Reaktionen unter Umständen auch artspezifisch sind.