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  • Synonym

    Th1/Th2 Zytokine nach ConA-Stimulation
  • Material

    Heparin-Blut 1 mL
  • Methode

    Durchflusszytometrie
  • Dauer

    2 Wochen
  • Einheit

    pg/ml
  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    Mit Vollblutstimulation durch Concanavalin A (ConA) kann untersucht werden, ob T-Zellen adäquat mit der Bildung von Zytokinen auf eine Stimulation durch ConA reagieren. ConA ist ein Lektin, das über die Vernetzung des CD3-Moleküls zur T-Zell-Aktivierung führt, vorausgesetzt, daß mindestens 0.1% Monozyten im Ansatz enthalten sind (d.h. die ConA-induzierte Zytokinstimulation ist APC-abhängig). Mittels ConA-Stimulation können APC-abhängige T-Zell-Defekte von APC-unabhängigen T-Zell-Defekten (im Zusammenhang mit APC-unabhängigen T-Zell-Stimuli) diagnostiziert werden.
    Darüber hinaus können T-Lymphozyten-Funktionsstörungen schwerpunktmäßig auf TH1- oder auf TH2-Seite liegen. Ein TH1-Defekt macht sich durch Störungen der zellulären Abwehr (IgG1, IgG3) bemerkbar. Ein TH2-Defekt betrifft die humorale Abwehr (IgG2, IgG4, IgA, IgE). Beide Seiten sind durch spezifische Zytokinmuster charakterisiert: IFN-g, TNF-a und IL-2 repräsentieren im vorliegenden Testsystem die TH1-Antwort, IL-4, IL-5 und IL-10 die TH2-Antwort. Daneben sind Typ-I-Allergien mit einer TH1/TH2-Dysbalance in Richtung TH2 assoziert.

    Der Zytokinnachweis nach ConA-Stimulation erlaubt zusätzlich die Erfassung eines isolierten  Zytokin(pseudo)synthesedefekts.

    Durchflußzytometrisch (cytokine bead array) werden folgende Zytokine quantitativ bestimmt: TNFa, IFNg, IL2, IL4, IL5, IL10.

    Funktionstest. Messung der T-Zell-Zytokinproduktion (TNFa, IFNg, IL-2, IL-4, IL-5, IL-10 ) nach Stimulation von peripherem Blut mit ConA.

  • Indikation

    Abklärung eines funktionellen zellulären Immundefekt

  • Praeanalytik

    Transport bitte innerhalb 12h bei Raumtemperatur ins Labor

  • Bewertung

    quantitativ

  • Durchfuehrung

    Probenannahme täglich, Messung 14tägig