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  • Synonym

    QIgG
  • Material

    Liquor 1 ml
  • Methode

    Berechnung
  • Referenzbereich

    siehe Befundung nach dem Reiber-Diagramm

  • Akkreditiert

    Ja
  • Allgemeines

    Die Liquorkonzentration von Immunglobulinen ist überwiegend abhängig von der
    Konzentration im Serum und damit auch abhängig von der Blut-Liquor-
    Schrankenfunktion. Zusätzlich können auch intrathekal Immunglobuline synthetisiert
    werden. Um dieses Verhältnis darstellen zu können, erfolgt nach Quotientenbildung
    (Liquor/Serum) der jeweiligen Immunglobulinkonzentrationen eine Darstellung im
    Quotientenschema für Albumin, IgG, IgA und IgM nach Reiber

    Literatur:
    B. Wildemann, P. Oschmann, H. Reiber (Hrsg), Neurologische Labordiagnostik, Georg Thieme Verlag 1. Aufl. (2006), S. 263 ff
    Gressner, Arndt (Hrsg) Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, Springer Verlag 2. Auflage (2012), S. 701

  • Indikation

    Verdacht auf  intrathekale Immunglobulinsynthese wie  bei chronisch entzündlichen
    Prozessen des zentralen Nervensystems, bei bakteriellen, viralen oder
    opportunistischen Infektionen, sowie auch bei Tumoren.

  • Praeanalytik

    Ventrikel- bzw. Lumbal-Punktion.                         
    Blutentnahme und die Liquor- Punktion sollen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, um eine adäquate Beurteilung der Albumin- und Immunglobulinquotienten zu ermöglichen.                                                
    Für die Liquorprobe sollen native Polypropylen-Röhrchen verwenden werden. 
    Umgehender Transport von Proben ins Labor.^

    Lagerstabilität: 4 – 8°C: bis zu 72 Std.; -20°C: ca. 6 Monate, -70°C: mehrere Jahre

    Störfaktoren: Trübungen und Partikel in der Probe; (Artifizielle) Blutbeimengung

  • Bewertung

    IgG-Quotienten werden mit Hilfe des Reiberdiagramms bewertet

  • Durchfuehrung

    Mo – Fr 8:00 – 16:00 Uhr, die Untersuchung kann mehrere Werktage in Anspruch nehmen.