In der Medizin geht es oft um Zeit!

Der Einsatz von Drohnen kann die Transportzeit für besonders zeitkritische Proben zwischen einer Klinik und dem Labor erheblich verkürzen. Mit einer solchen Transportmöglichkeit befasst sich Labor Berlin seit dem Jahr 2017 intensiv und arbeitet an möglichen Real-Szenarien.

Der Transport zeitkritischer Proben durch batteriebetriebene Drohnen könnte perspektivisch auch in der Hauptstadt etabliert werden und somit die konventionelle Probenlogistik per PKW-Kurier ablösen.
Wenn derzeit besonders zeitkritische Proben bearbeitet werden müssen, fährt ein PKW-Kurier ad-hoc das betreffende Krankenhaus an, um Proben mit nur sehr geringem Gewicht (Inhalt teils <50g) und geringem Volumen abzuholen und mittels eines herkömmlichen Fahrzeuges durch das Stadtgebiet zum Labor zu transportieren.
In Ballungsräumen wie Berlin nimmt der herkömmliche Probentransport aufgrund der angespannten Verkehrslage im Stadtgebiet dabei viel Zeit in Anspruch. Zeit, die den Patientinnen und Patienten fehlen kann.

Projektstatus seit Mai 2024

Aus einer Idee wird ein Projekt:

Labor Berlin arbeitet seit 2017 gemeinsam mit Matternet, Genehmigungsbehörden und vielen lokalen Akteuren der Stadt Berlin zusammen, um Lösungen für die Umsetzung eines Drohnenbetriebs in der Hauptstadt Realität werden zu lassen.

Startende weiße Drohne mit roter Probentransportbox vor dem Zentrallabor von Labor Berlin und Bäumen im Hintergrund.

Eine Testphase wurde bereits im November 2020 an mehreren Klinikstandorten erfolgreich absolviert. Ende 2023 dann ein vielversprechender Meilenstein: Die Betriebsgenehmigung für eine innerstädtische BVLOS (beyond visual line of sight)- Flugstrecke über besiedeltem Gebiet wurde vom Luftfahrtbundesamt (LBA) ausgesprochen.

Aktueller Status des Projektes: Es stehen weitere, gesetzlich vorgegebene Zustimmungen aus, die für eine mögliche Aufnahme des Flugbetriebs auf der ersten geplanten Strecke in Berlin zwingend erforderlich sind. Die Zustimmungsanfragen hierzu sind gestellt und werden nachgehalten.

Ein konkreter Stichtag zum Start des Drohnenbetriebs kann allerdings nicht genannt werden. Wir informieren hier und auf unseren weiteren Kommunikationskanälen, sobald nähere Details und Aussagen zu einem Start-Zeitpunkt möglich sind.

Perspektivisch könnten von mehreren Charité und Vivantes Klinikstandorten Proben per Drohne zum Zentrallabor von Labor Berlin am Charité Campus Virchow-Klinikum transportiert werden, um diese dort schnellstmöglich zu bearbeiten.

Zudem kann die Verlagerung der Krankenhauslogistik von der Straße in die Luft einen Beitrag zur Reduktion des Verkehrsaufkommens und CO2-Ausstoßes im urbanen Raum leisten.

Nina Beikert

Geschäftsführerin, Labor Berlin

Fabian Raddatz

Geschäftsführer, Labor Berlin

Andreas Raptopoulos

CEO, Matternet

Über Labor Berlin

Labor Berlin ist Europas größtes Krankenhauslabor mit einer hochmodernen Ausstattung an 14 Labor-Standorten in der Stadt. Das Unternehmen versorgt rund 80 Prozent der Krankenhausbetten in Berlin mit diagnostischer Spitzenmedizin. Aktuell werden über 18.000 Proben täglich im Labor Berlin Netzwerk transportiert.

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Über Matternet

Matternet ist Marktführer auf dem Gebiet der Drohnenlogistik und hat durch die langjährige Erfahrung ein äußerst robustes System entwickelt. Matternet leistet seit 2015 Pionierarbeit und hat sukzessive regulären Betrieb in der Schweiz (Lugano, Zürich, Bern) und den USA (North Carolina und Florida) mit insgesamt mehr als 20.000 Flügen über bewohntem Gebiet aufgenommen und fliegt jeden Tag. Darüber hinaus hat Matternet das Matternet M2 System als Luftfahrzeug zertifizieren lassen.

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Impressionen

  • Startende weiße Drohne mit roter Probentransportbox vor dem Zentrallabor von Labor Berlin und Bäumen im Hintergrund.
Dr. Kolja Hegel

Projektleitung

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Annett Dauchert

Presse | Leitung Marketing & Kommunikation

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FAQ

Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH
Tel: +49 (30) 405 026-800

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