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Klinische Chemie > CA 125

CA 125

Synonym
Cancer Antigen 125
Material
Heparin-Plasma 1 ml
oder
Serum 1 ml
Methode
Elektro Chemilumineszenz Immuno-Assay
Einheit
kU/l
Referenzbereich
bis 35
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

CA 125 ist ein Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von ca. 200 kDa und einem Kohlenhydratanteil von etwa 25%. CA 125 wird im Amnion und in Derivaten des fetalen Zölomepithels (Pleura, Peritoneum, Perikard) exprimiert. Bei Erwachsenen ist CA 125 im Tubenepithel, Endometrium, Endocervix sowie in der Pleura und im Peritoneum nachzuweisen. Bei 80-95 % aller Patientinnen mit einem serösen Ovarialkarzinom finden sich erhöhte CA 125-Werte.
CA 125 wird in einem hohen Prozentsatz in serös differenzierten Ovarialkarzinomen gefunden und ist im Serum nachweisbar. Es kommt auf dem Oberflächenepithel normaler Ovare (erwachsen und fetal) nicht vor. Ovarialkazinome machen ca. 20% aller gynäkologischen Tumore aus (Inzidenz 15/100 000). Die diagnostischen Sensitivitäten und Spezifitäten von CA 125 zur Detektion eines Ovarialkarzinoms liegen zwischen 63% und 95% sowie zwischen 82% und 95% und hängen ganz wesentlich von der Wahl des cut-off Wertes ab.

Literatur:
A. Gaducci et al.;Surveillance procedures for patients treated for epithelial ovarian cancer: a review of the literature.
Int J Gynecol Cancer. 17 , 21(2007)
A. Munkarah et al.;Update on ovarian cancer screening. ;Curr Opin Obstet Gynecol. 19 , 22 (2007)
 N. Duraker et al., ;CEA, CA 19-9, and CA 125 in the differential diagnosis of benign and malignant pancreatic diseases with or without jaundice. ;J Surg Oncol. 95 , 142 (2007)
T.C. Pina et al., ;Tumour markers in serum, bronchoalveolar lavage and biopsy cytosol in lung carcinoma: what environment lends the optimum diagnostic yield? ;Clin Chim Acta. 305 , 27 (2001)

Indikation

Therapie- und Verlaufskontrolle des serösen Ovarialkarzinoms
(idalerweise in Kombination mit HE4 bzw. Berechnung des ROMA-Score)

Präanalytik

Lagerstabilität:
2 Tage bei Raumtemperatur
Störfaktoren:
Bei Patienten, die mit monoklonalen Maus-Antikörpern therapiert werden oder diese aus diagnostischen Gründen erhalten haben, können falsche Ergebnisse auftreten. Das Vorliegen von Rheumafaktoren im Blut kann die Nachweismethode beeinflussen.

Bewertung

Erhöhte Werte: diverse gutartige gynäkologische Erkrankungen (Ovarialzysten, Ovarialmetaplasien, Endometriose, Uterus myomatosus oder Zervicitis), Frühphase der Schwangerschaft, akute und chronische Pankreatitis, benigne gastrointestinale Erkrankungen, Niereninsuffizienz, Autoimmunerkrankungen, gutartige Lebererkrankungen (Leberzirrhose und Hepatitis), deutlich erhöhte CA 125 Messwerte finden sich ebenfalls bei malignen Tumoren des Endometriums, der weiblichen Brust, des Gastrointestinaltraktes sowie bei verschiedenen anderen malignen Erkrankungen.

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter