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Hämostaseologie > Anti-Xa-Aktivität Fondaparinux

Anti-Xa-Aktivität Fondaparinux

Material
Citrat-Blut 3 ml
Methode
Photometrie (chromogenes Substrat)
Einheit
µg/ml
Referenzbereich

Zielbereich: 3-4 Stunden nach Gabe
Prophylaxe 0.2-0.4
Therapie 0.5-1.5

Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Methode der Bestimmung der Anti-Faktor Xa-Aktivität zur quantitativen Bestimmung von Fondaparinux

Untersuchungsmethode:
Einstufentest; nach dem Zusatz des Faktors Xa zum Gemisch Plasma + Substrat laufen die Hydrolyse des Substrats durch den Faktor Xa und die Hemmung des Faktors Xa durch den Antithrombin-Heparin-Komplex gleichzeitig ab.
Nach dem zur Herstellung des Gleichgewichts der Wettbewerbsreaktion erfor
derlichen Zeitintervall erfolgt die Paranitro-Anilin-Freisetzung umgekehrt proportional zur Heparin-Konzentration im Plasma.

Literatur:
B. Luxembourg et al.;Basiswissen Gerinnungslabor.;Dtsch. Ärzteblatt 104, C1260 (2007)
M. Ieko et al.;Factor Xa inhibitors: new anti-thrombotic agents and their characteristics.;Front Biosci. 11 , 232 (2006)
M. Barthels;Das Gerinnungskompendium. ;Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York. 2. Auflage 2013, S. 786 ff

Indikation

Kontrolle der Gabe von Fondaparinux

Präanalytik

Abnahmebedingungen:
Die Blutentnahme soll mit einer möglichst weitlumigen Kanüle erfolgen, für Erwachsene mindestens 21 G, entspricht 0,8 mm, oder 20 G, entspricht 0,9mm. Für Kinder können 23 G, entsprechend 0,6 mm-Kanülen verwendet werden. Die Stauung der Vene darf 1 Minute nicht überschreiten, nach Punktion der Vene soll die Stauung gelöst werden.
Das Mischungsverhältnis von 1 Teil Citrat zu 9 Teilen Blut muss korrekt eingehalten werden, deshalb Citratröhrchen immer bis zur Markierung füllen. Das  Entnahmeröhrchen muss sofort nach dem Abziehen von der Kanüle/dem Butterfly  vorsichtig durch 4-5-maliges Überkopfschwenken gemischt werden, dabei ist Schaumbildung zu vermeiden.
Das Gerinnungsröhrchen soll nicht zuerst abgenommen werden, idealerweise nach einem  Serumröhrchen ohne Zusatz. Vor allem bei Verwendung von Schlauchabnahmesystemen immer ein anderes Röhrchen vorher füllen (Volumen im Schlauch fehlt sonst im Citratröhrchen und kann zu einem falschen Mischungsverhältnis führen).
Transport / Lagerung:
Proben bei Zimmertemperatur umgehend in das Labor transportieren (spätestens innerhalb von 2 Stunden, die Bearbeitung muss im Allgemeinen innerhalb von  4 Stunden abgeschlossen sein), sonst Plasma 2x abzentrifugieren und einfrieren. Nicht im Kühlschrank lagern.
Störfaktoren:
Mikrogerinnsel durch Gerinnungsaktivierung bei traumatischer Blutentnahme (Freisetzung von Gewebsthromboplastin) oder unzureichendes Mischen. Fibrinolyseaktivierung durch zu langes Stauen. Bei Abnahme aus i.v.-Zugängen kommt es zu Verunreinigungen durch Blocken/Spülen mit Heparin oder Infusionslösungen. Deshalb mindestens 10 ml Blut verwerfen.
Starke Hämolyse kann zu einer Verkürzung der Gerinnungszeiten führen.
Bei einem Hämatokrit > 0,55 l/l bitte präparierte Röhrchen im Labor anfordern, da hier die Citratmenge vermindert werden muss. (Nicht bei Neugeborenen!)

Bewertung

Erhöhte Werte:
Fondaparinux sowie unfraktioniertes und niedermolekulares Heparin, direkte orale Xa-Inhibitoren (z.B. Rivaroxaban), Danaparoid

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter