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Klinische Chemie > Magnesium

Magnesium

Synonym
Mg
Material
Heparin-Plasma 1 ml
oder
Serum 1ml
oder
Sammelurin 1 ml
Methode
photometrische Bestimmung
Einheit
mmol/l
Referenzbereich
Serum: bis 4 Tage 0,62 - 0,91
  bis 6 Jahre 0,7 - 0,95
  bis 12 Jahre 0,7 - 0,86
  bis 20 Jahre 0,7 - 0,91
  bis 59 Jahre 0,68 - 1,07
  bis 90 Jahre 0,66 - 0,99
  > 90 Jahre 0,7 - 0,95
Sammelurin:
Sammelurin/die
  3,0 - 5,0
5,0 - 8,5
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Neben Kalium ist Magnesium das bedeutendste intrazelluläre Kation. Mg2+ ist Cofaktor vieler Enzymsysteme. 99% des Mg sind intrazellulär lokalisier (ca. 69% des Mg -Ionen sind im Knochen gespeichert. Der Rest ist am intermediären Stoffwechsel beteiligt, zu 70% in freier Form und zu 30% an Proteine und Komplexbildner gebunden). Da nur 1% des Körper-Mg im Serum sind und davon 20% an Albumin gebunden sind, ist der Serunspiegel nur eingeschränkt für die Mg-Versorgung repäsentativ. Der Mg2+-Serumspiegel wird in sehr engen Grenzen konstant gehalten. Die Regulation erfolgt hauptsächlich über die Nieren.
Hypomagnesämie:
Erhöhte Zellmembrandurchlässigkeit, renale Verluste, chron. GN , mangelhafte Zufuhr mit der Nahrung, gastrointestinale Verluste (Alkoholismus u. Resorptionsstörung), akuter Pankreatitis, Endokrinologische Störungen, akute Änderung der Mg-Verteilung (Intrazelluläre Mg-Aufnahme, Mg-Adsorption im Knochen) .Bei Hypomagnesämie nimmt die Permeabilität der Zellmembranen für Na, K, und Ca und damit der zelluläre Umsatz dieser Ionen zu, es werden vermehrt Katecholamine freigesetzt und es kann zu einer verstärkten Synthese von Prostaglandinen und deren Wirkung kommen, auch eine erhöhte neuro-muskuläre Reaktionsbereitschaft ist charakteristisch.
Hypermagnesämie:
Bei Niereninsuffizienz und ausreichender Mg-Zufuhr kann es infolge unzureichender Mg-Ausscheidung zu einer Hypermagnesämie kommen. Eine hohe Mg-Konzentration kann auch bei Urämie, Dehydration, diabetischer Azidose, Addison-Krankheit und bei einer erhöhten Mg- Zufuhr durch Medikamente , wie z.B. bei der Behandlung von Präeklampsie (schwangerschaftsbedingte Hypertonie ) auftreten.

Methode:Photometrie (Xylidylblau-Komplex)

Literatur:
Heil/Ehrhardt ;Referenzbereiche für Kinder und Erwachsene ;2007 (Roche)

Indikation

Neuromuskuläre Übererregbarkeit, Herzrhythmusstörungen; Gastointestinale und kardiale Beschwerden; Magnesiumintoxikation; Kontrolle von Therapien mit Diuretika oder nephrotoxischen Medikamenten

Präanalytik

Heparinplasma/Serum:
Störfaktoren
Erhöhte Werte:Hämolyse, zu lange Stauung

Einflussfaktoren:
Erhöhte Werte:Intravasale Hämolyse
Erniedrigte Werte:Thiaziddiuretika

24h-Urin: 24 Std.-Menge angeben
Urin:
Urinproben sollten mit konzentrierter HCl auf einen pH-Wert von 1 angesäuert werden, um die Ausfällung von Magnesiumammoniumphosphat zu vermeiden. Urinproben nur in Nichtmetallbehältern sammeln. Die Urinproben werden im Gerät automatisch im Verhältnis 1:5 (1+4) mit Wasser vorverdünnt.

Bewertung

Plasma/Serum:
Erhöhte Werte:
Niereninsuffizienz, übermäßige Einnahme Mg-haltiger Antacida, akute Leberzellnekrose, Hypothyreose, AML, ALL
Erniedrigte Werte:
Malnutrition (Alkoholismus), Malabsorption (Pankreatitis, M. Crohn, Colitis ulcerosa), Hyperthyreose, Hyper- und Hypoparathyreoidismus, M. Conn, Diabetes mellitus, Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom, hereditär

24h-Urin: Die Messwerte werden auf 24h umgerechnet und in mmol/die (Tag) angegeben.

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter, Messung von Notfällen jederzeit möglich