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Klinische Chemie > Zink im Urin

Zink im Urin

Material
Sammelurin 10 ml
Methode
Atomabsorbtionspektrometrie
Referenzbereich

siehe Befund

 
Fremdversand
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Zink ist ein essentielles Spurenelement mit einem Körperbestand von 1 bis 3 g. Zinkreiche Nahrungsmittel sind Fisch, Fleisch, Eier und Käse. Die intestinale Resorption wird durch Metallothioneine reguliert. Zink ist an der Regulation der Proteinsynthese beteiligt. Die katalytische Aktivität vieler wichtiger Enzyme ist abhängig von der verfügbaren Zn-Konzentration. Zink verstärkt die zellvermittelte und humorale Immunreaktion und wirkt an der zellulären Schutzfunktion gegen oxidativen Stress mit. Die genetisch bedingte Acrodermatitis enteropathica geht einher mit einer Malabsorption von Zink und ist klinisch gekennzeichnet durch Wundheilungsstörungen und erythematös-pustulöse Dermatitiden. Immunologisch äußert sie sich durch Thymusatrophie, Lymphopenie, Allergien vom Spättyp und herabgesetzte NK-Zell-Aktivität.

Literatur:

Plum LM, Rink L, and Haase H;The essential toxin: impact of zinc on human health
Int J Environ Res Public Health 2010, 7(4):1342-65; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20617034

Jeejeebhoy K;Zinc: an essential trace element for parenteral nutrition;Gastroenterology 2009, 137(5 Suppl):S7-12
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19874952

Indikation

Verdacht auf Acrodermatitis enteropathica, Wundheilungsstörungen

Präanalytik

24-Stunden-Sammelurin ohne Zusatz, Sammelmenge angeben

Lagerstabilität:2 Wochen bei 4°C

Störfaktoren: falsch erhöhte Werte: Kontamination der Probe mit Zink, Blutbeimengung

Bewertung

Erhöhte Werte:Belastung mit Zink, Intoxikation
Erniedrigte Werte: alimentärer Mangel (z.B. parenterale Ernährung, Alkoholabusus). verminderte Resorption
vermehrte Zinkausscheidung (z.B. nephrotisches Syndrom)