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Klinische Chemie > HbA1c (EDTA)

HbA1c (EDTA)

Synonym
glykiertes Hämoglobin
Material
EDTA-Blut 2,5 ml
Methode
Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
Referenzbereich
 <6%
 <42 mmol/mol Hb
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

HbA1c  ist ein Glykohämoglobin, das durch die Anlagerung von Glucose an Hämoglobin auf nicht Enzym-katalysiertem Weg entsteht. Das einmal entstandene Glykohämoglobin persistiert für die restliche Lebenszeit der Erythrozyten. Die Bildungsrate von HbA1c ist direkt proportional der Glucosekonzentration im Blut und repräsentiert integrativ die Glucosewerte der vergangenen 6 - 12 Wochen.

Literatur: American Diabetes Association: Standards of medical care in diabetes, Diabetes care 2012; 35; Suppl. 1: S11-S63;
Thomas: Labor& Diagnose, 8.Auflage

Indikation

Diagnose des Diabetes mellitus
Monitoring des Langzeit-Glykämiestatus bzw.
Therapieüberwachung, ob ausreichende glykämische Kontrolle vorliegt

Präanalytik

Bestimmung aus EDTA-Vollblut.

Lagerstabilität: 2 Tage bei Raumtemperatur

Störfaktoren: Zeitnah (6 bis 8 Wo) vorangegangene Transfusionen, verkürzte Überlebenszeit der Erythrozyten bei hämolytischen Anämien. Höherer Umsatz von Erythrozyten in der Schwangerschaft, daher Kontrolle bereits nach 4-6 Wochen empfohlen.
Bei Vorhandensein von homozygoten Hb-Varianten (HbS, HbC, HbD und HbE) ist eine Bestimmung von HbA1C  z. T. nicht sinnvoll möglich.

Bewertung

Bei erwachsenen Diabetikern ist es Ziel, den HbA1C-Wert unter 7% einzustellen, da dadurch eine deutliche Reduktion der mikrovaskulären Komplikationen zu verzeichnen ist. Erhöhte Werte lassen auf eine inadäquate Therapie oder Compliance in den letzten 6 - 8 Wochen schließen.
HbA1c-Messung zur metabolischen Kontrolle mindestens 2x/Jahr

Durchführung

täglich, wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter