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Hämostaseologie > D-Dimer

D-Dimer

Material
Citrat-Blut 3 ml
Methode
Turbidimetrie
Einheit
mg/l
Referenzbereich

<0,5 mg/l

Akkreditiert
Ja

Allgemeines

D-Dimer ist ein Fibrinspaltprodukt, das nach Spaltung von quervernetztem Fibrin durch Faktor XIIIa entsteht. Sein Auftreten im Plasma in geringer Konzentration drückt die immerwährende Kontrolle der Hämostase durch Gerinnungsfaktoren und Fibrinolysesystem aus. Erhöhte D-Dimerwerte dienen als Aktivierungsmarker der Hämostase. Normale Werte schließen eine signifikante Aktivierung aus.
Die Aussagen unterschiedlicher Tests sind nicht vergleichbar.

Literatur:
B. Luxembourg et al., Basiswissen Gerinnungslabor.
Dtsch. Ärzteblatt 104, C1260 (2007)
M. Dinisio et al., Diagnostic accuracy of D-dimer test for exclusion of venous thromboembolism: a systematic review.
J Thromb Haemost. 5, 296 (2007)
M. Barthels. Das Gerinnungskompendium. Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York. 2. Auflage 2013, S. 687 ff

Indikation

Bei geringer klinischer Wahrscheinlichkeit ist der Ausschluss einer Thrombose bzw. Lungenembolie, bei Werten unterhalb des cut-off mit über 95% Sicherheit möglich (hoher negativer prädiktiver Wert). / Verlaufskontrolle der Verbrauchskoagulopathie, Differentialdiagnostik des akuten Thoraxschmerz: DD akuter Myocardinfarkt und Aortenaneurysma

Präanalytik

Abnahmebedingungen: Die Blutentnahme soll mit einer möglichst weitlumigen Kanüle erfolgen, für Erwachsene mindestens 21 G, entspricht 0,8 mm oder 20 G entspricht 0,9mm. (Diese Kanülen sind bei dem derzeit in der Charite und bei Vivantes verwendeten System grün bzw. gelb). Für Kinder können 23 G, entsprechend 0,6 mm-Kanülen verwendet werden. Die Stauung der Vene darf 1 Minute nicht überschreiten, nach Punktion der Vene soll die Stauung gelöst werden.
Das Mischungsverhältnis von 1 Teil Citrat zu 9 Teilen Blut muss korrekt eingehalten werden, deshalb Citratröhrchen immer bis zur Markierung füllen. Das  Entnahmeröhrchen muss sofort nach dem Abziehen von der Kanüle/dem Butterfly  vorsichtig durch 4-5-maliges Überkopfschwenken gemischt werden, dabei ist Schaumbildung zu vermeiden.
Das Gerinnungsröhrchen soll nicht zuerst abgenommen werden, idealerweise nach einem  Serumröhrchen ohne Zusatz. Vor allem bei Verwendung von Schlauchsystemen immer ein anderes Röhrchen vorher füllen (Volumen im Schlauch fehlt sonst im Citratröhrchen und kann zu einem falschen Mischungsverhältnis führen). 
Transport/Lagerung:
Proben bei Zimmertemperatur umgehend in das Labor transportieren (spätestens innerhalb von 2 Stunden, die Bearbeitung muss im Allgemeinen innerhalb von  4 Stunden abgeschlossen sein), sonst Plasma 2x abzentrifugieren und einfrieren. Nicht im Kühlschrank lagern.
Störfaktoren:
Mikrogerinnsel durch Gerinnungsaktivierung bei traumatischer Blutentnahme (Freisetzung von Gewebsthromboplastin) oder unzureichendes Mischen. Fibrinolyseaktivierung durch zu langes Stauen. Bei Abnahme aus i.v.-Zugängen kommt es zu Verunreinigungen durch Blocken/Spülen mit Heparin oder Infusionslösungen. Deshalb mindestens 10 ml Blut verwerfen.
Starke Hämolyse kann zu einer Verkürzung der Gerinnungszeiten führen.

Bei einem Hämatokrit > 0,55 l/l bitte präparierte Röhrchen im Labor anfordern, da hier die Citratmenge vermindert werden muss. (Nicht bei Neugeborenen!)

Bewertung

Erhöhung (Cut-off < 0,5 mg/l): Tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Verbrauchskoagulopathie, Aortenaneurysma, Sichelzellanämie, unspezifisch bei entzündlichen Reaktionen, bei verschiedenen Tumoren, Thrombolysetherapie

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter, Messung von Notfällen jederzeit möglich