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Klinische Chemie > Alpha-1-Mikroglobulin

Alpha-1-Mikroglobulin

Synonym
a1-Mikroglobulin, A1M
Material
Sammelurin 1 ml
oder
Spontanurin 1 ml
Methode
Nephelometrie
Einheit
mg/l
Referenzbereich

<= 12 mg/l
<= 20 mg/die 

Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Alpha-1-Mikroglobulin wird als Marker der tubulären Resorptionsfunktion empfohlen. Der ungebundene Anteil des Glykoproteins wird aufgrund seiner Molekülgröße von ca. 30 kD nahezu vollständig filtriert. Im proximalen Tubulus werden 99 % rückresorbiert. Bei einer Störung der energieabhängigen tubulären Proteinresorption im Rahmen einer tubulo-interstitiellen Dysfunktion wird Alpha-1-Mikroglobulin vermehrt im Urin nachgewiesen. Angeborene Defekte des tubulären Aminosäure- oder Elektrolyttransportes im Tubulusepithel werden durch Alpha-1-Mikroglobulin nicht angezeigt. Eine Differenzierung von Glomerulopathien und interstitiellen Schäden ist nur durch die gleichzeitige Bestimmung von glomerulären (Albumin) und tubulären Markern (Alpha-1-Mikroglobulin) möglich.

Literatur:
Halbritter J et al.; Interstitial nephritis;Internist (Berl.) 2009, 50(9):1111-25
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19690821

Penders J, Delanghe JR;Alpha 1-microglobulin: clinical laboratory aspects and applications;Clin Chim Acta 2004, 346(2):107-18
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15256311

Indikation

Identifikation tubulärer Proteinurien
Tubulusschädigung

Präanalytik

24 Stunden-Sammelurin oder 2. Morgenurin

Lagerstabilität: bis zu 7 Tage bei 4°C

Bewertung

Erhöhte Werte: bakterielle Pyelonephritis, interstitielle Nephritis, fortgeschrittene diabetische Nephropathie,
toxische Nephropathie, Fanconi-Syndrom, körperliche Belastung

Durchführung

wochentags von 8:00-15:00 Uhr, Routineparameter