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Klinische Chemie > Natrium

Natrium

Synonym
Na, Sodium
Material
Heparin-Plasma 1 ml
oder
Serum 1 ml
oder
Sammelurin 1 ml
Methode
Ionenselektive Elektrode
Einheit
mmol/l
Referenzbereich
Heparinplasma, Serum   136 bis 145
Sammelurin   >= 71 - <= 171
Sammelurin/d   >= 40 - <= 220
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Natrium ist das Hauptkation im EZR. 98 % des austauschbaren Na befinden sich im EZR, nur 2 % im IZR. Die Hauptaufgabe des Na liegt in der Aufrechterhaltung der Osmolalität. Es ist damit auf das engste mit der Regulation des extrazellulären Volumens und des Wasserhaushaltes verbunden. Bei intakter Osmoregulation bewirkt jede Abweichung vom normalem Na-Bestand eine entsprechende Änderung des extrazellulären Volumens. Die Na-Konzentration hingegen ist das Maß für die Funktion der Osmoregulation. Eine abnormale Konzentration des Na im Serum bedeutet stets eine zusätzliche Störung des Wasserhaushaltes bzw. der Osmoregulation.

Urin
Die Natriumausscheidung im Urin unterliegt einer starken circadianen Rhythmik mit einem Minimum in der Nacht und ist stark abhängig von der diätetischen Zufuhr und dem Hydratationszustand.
Bei Patienten mit Hyponatriämie und renal-bedingtem Natriumverlust ist die Urinnatrium-Konzentration > 20 mmol/l.
Hyponatriämie bei extrarenalem Natriumverlust geht mit Natriumkonzentrationen im Urin von < 10 mmol/l einher.

Indikation

Störungen der Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, z.B. durch Wasser - oder Salzverlust, Abweichung anderer Serumelektrolyte vom Referenzbereich, polyurisch-polydiptische Syndrome und Störungen des Durstgefühls, Störungen des Säure-Basen-Haushalts, Nierenerkrankungen, Hypertonie, Ödeme.

Urin
Störungen im Elektrolyt-, Säure-Basen- und Wasserhaushalt, Hyperaldosteronismus, hepatorenales Syndrom

Präanalytik

24-Stunden-Urin ohne Zusatz von Konservierungsmitteln (während des Sammelns gekühlt lagern)

Störfaktoren:
Lipidämie, Hypo- bzw. Hyperproteinamie (in diesen Fällen direkte ISE anwenden)!
Einflussfaktoren:
Erniedrigte Werte:
Diuretika, Nikotin, Isoproterenol, Morphin, Clofibrat, Carbamazepin, Chlorpropamid, Antidepressiva, Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Indometacin (s. auch Roche Diagnostics: ISE - Systeme)

Urin
Störfaktoren:
Erhöhte Werte: Coffein, ACE-Hemmer, Diuretika, Dopamin, Heparin, Tetrazykline
Erniedrigte Werte: Adrenalin, Corticosteroide, Propanolol

Literatur:
Heil/Ehrhardt; Referenzbereiche für Kinder und Erwachsene; 2007 (Roche)

Bewertung

Plasma/Serum
Erhöhte Werte:
Diabetes insipidus, essentielles Hypernatriämie-Syndrom, osmotische Diurese (z.B. Hyper-glykämie, profuse Durchfälle, exzessives Schwitzen), Hypernatriämie in der Neugeborenen-periode, Verabreichung von z.B. hypertoner Natriumbicarbonatlösung, Dialysepatienten, primärer Hyperaldosteronismus.

Erniedrigte Werte:
Salzverlustniere, Mineralokortikoid-Mangel, Glukokortikoid-Mangel, osmotische Diurese, renale tubuläre Azidose, metabolische Alkalose, Pankreatitis, Peritonitis, Ileus, Verbrennungen, Erbrechen, Durchfälle, Ketonurie, SIADH, Hypothyreose, psychotische Patienten, Stauungsinsuffizienz des Herzens, Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom, Niereninsuffizienz

Urin
erhöhte Werte:
Vermehrte Zufuhr, Diuretikatherapie, NNR-Insuffizienz, SIADH, renale Erkrankungen

Erniedrigte Werte:
Hyponatriämie, Hyperaldosteronismus, Diarrhoe, Salz- und Wasserverluste

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter, Messung von Notfällen jederzeit möglich
Urin: wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter