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Klinische Chemie > Viskosität im Serum (relat.)

Viskosität im Serum (relat.)

Material
Serum 3 ml
Methode
optisch
Einheit
%
Referenzbereich

120 - 230%

 
Fremdversand
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Die Viskosimetrie wird zur Messung der inneren Reibung und des Fließens (Fluidität) von Plasma, Vollblut (Hämorheologie) und Synovialflüssigkeit verwendet. Das Verhältnis von Serumviskosität und monoklonalem Protein ist nicht linear, d.h. bei einem Anstieg eines IgM-Wertes von 10 auf 20 g/l ist allenfalls eine moderate Zunahme der Serumviskosität zu erwarten, während hingegen bei einem Anstieg des IgM-Wertes von 50 auf 60 g/l eine beträchtliche Zunahme der Serumviskosität vorliegen kann. Die Viskosität lässt sich folglich nicht aus den Konzentration der Plasmaproteine berechnen, kann aber bei klinischer Indikation direkt gemessen werden.

Indikation

Eine Bestimmung der Serumviskosität kann bei jedem Patienten mit monoklonaler Gammopathie und einem Hyperviskositätssyndrom mit entsprechender klinischer Symptomatik zur Absicherung der Diagnose erfolgen. Zu den klinischen Symptomen gehören oronasale Blutungen, verschwommenes Sehen, dilatierte Venen der Retina, retinale Einblutungen, neu aufgetretene Herzinsuffizienz sowie neurologische Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Nystagmus, Taubheit, Ataxie, Parästhesien, allgemeine Verlangsamung und Benommenheit [Gertz, Kyle 1995]. Am häufigsten tritt ein Hyperviskositätssyndrom bei einem Morbus Waldenström mit einer Vermehrung des IgM-Proteins auf, gelegentlich aber auch bei Patienten mit einem multiplen Myelom vom Typ IgG oder IgA.