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Klinische Chemie > Immunglobulin A

Immunglobulin A

Synonym
IgA
Material
Heparin-Plasma 1 ml
oder
Serum 1 ml
Methode
Immunturbidimetrie
Einheit
g/l
Referenzbereich
Alter  
0-1  Jahr <= 0.83
2-3  Jahre >= 0.2 - 1
4-6  Jahre >= 0.27 - 1,95
7-9  Jahre >= 0.34 - 3,05
10-11  Jahre >= 0.53 - 2,04
12-13  Jahre >= 0.58 - 3,58
14-15  Jahre >= 0.47 - 2,49
16-19  Jahre >= 0.61 - 3,48
> 19  Jahre >= 0.7 - 4,0
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

Immunglobulin A kommt als Serum-IgA und als sekretorisches IgA vor. Serum-IgA liegt zu 90% in monomerer und zu 10% in polymerer Form vor und tendiert zur Komplexbildung, insbesondere mit Albumin und Enzymen. Sekretorisches IgA besteht aus einem Komplex von 2 IgA-Molekülen, die durch eine J-Kette verbunden sind und eine sekretorische Komponente besitzen. Das sekretorische IgA wird unabhängig vom Serum-IgA synthetisiert, so daß ein Mangel an Serum-IgA nicht zwangsläufig einen Mangel an sekretorischem IgA bedeutet.

Literatur:
L. Thomas. ;Immunglobuline (Ig). ;In :L. Thomas (Hrsg);Labor und Diagnose;TH-Books 8. Aufl. (2012), S. 1231
J. Blade. ;Clinical practice. Monoclonal gammopathy of undetermined significance.
New Engl J Med. 355 , 2765 (2006);J.
Mestecky et al.; IgA nephropathy: current views of immune complex formation. ;Contrib Nephrol. 157 , 56 (2007)
N. Kutukculer et al.; Increases in serum immunoglobulins to age-related normal levels in children with IgA and/or IgG subclass deficiency.;Pediatr Allergy Immunol. 18 , 167 (2007)                                                                                                 
Weitere Literaturhinweise in den Testanleitungen der Firma Roche Diagnostics

Indikation

Hyper- und Hypogammaglobulinämie (in der Serumeiweißelektrophorese), V.a. selektiven IgA-Mangel, V. a monoklonale Gammopathie, Therapie- und Verlaufskontrolle monoklonaler Gammopathien, chronische Lebererkrankungen, rezidivierende Infekte

Präanalytik

Plasma:  Li – Heparinplasma
Serum: Standard-Probenentnahmeröhrchen bzw. Röhrchen, die Trenngel enthalten.

Sachgemäße venöse Stauung (unter 2 Minuten). Probennahme bei liegenden Patienten wird empfohlen, da bei aufrechter Körperhalltung (z.b. nach mindestens 15-minütigem Sitzen) bis 10% höhere Werte gemessen werden können.

Lagerstabilität im Serum bzw. Plasma:                                                                                                                     
8 Monate bei 15?25 °C; 8 Monate bei 2?8 °C; 8 Monate bei (-15)?(-25) °C

Störfaktoren:
Extrem hohe Titer von Rheumafaktoren sowie starke Hämolyse, starke Lipämie, ausgeprägter Ikterus können die Messung stören.

Bewertung

Erhöhte Werte:
IgA-Plasmozytom, Schwerkettenerkrankung, alkoholtoxische Leberzirrhose, chronische Lebererkrankungen, IgA-Nephropathie, Purpura Schönlein-Henoch, chronische Infektionen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen., Wiskott-Aldrich-Syndrom

Erniedrigte Werte:
IgA-Mangel, Agammaglobulinämie, kombinierte Immundefizienzsyndrome, nephrotisches Syndrom, exsudative Enteropathie, Plasmozytom (bei Bildung anderer Immunglobulinklassen), schwere Verbrennungen, Ataxie-Teleangiektasie

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter