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Klinische Chemie > Immunglobulin M

Immunglobulin M

Synonym
IgM
Material
Heparin-Plasma 1 ml
oder
Serum 1 ml
Methode
Turbidimetrie
Einheit
g/l
Referenzbereich
Alter    
bis 1  Jahr   <= 1.45
bis 3  Jahre >= 0.19  <= 1.46
bis 6  Jahre >= 0.24 <= 2.1
bis 9  Jahre >= 0.31 <= 2.08
bis 11  Jahre >= 0.35 <= 1.79
bis 13  Jahre >= 0.35 <= 2.39
bis 15  Jahre >= 0.15 <= 1.88
bis 19  Jahre >= 0.23 <= 2.59
> 19  Jahre >= 0.4 <= 2.30
Akkreditiert
Ja

Allgemeines

IgM besitzt ein ungefähres Molekulargewicht von 900 kD und liegt im Serum größtenteils als Pentamer vor. IgM ist der Antikörper der primären Immunantwort. Bei Beginn der IgG-Immunantwort fallen die antigenspezifischen IgM-Spiegel in der Regel wieder ab. IgM kann die Plazenta nicht passieren, so daß erhöhte Serumspiegel im Nabelschnurblut oder während der ersten Lebenswoche für eine pränatale Infektion sprechen.

Literatur:
L. Thomas. ;Immunglobuline (Ig). ;In :L. Thomas (Hrsg);Labor und Diagnose;TH-Books 8. Aufl. (2012), S. 1231
S.V. Rajkumar et al.;Monoclonal gammopathy of undetermined significance, Waldenstrom macroglobulinemia, AL amyloidosis, and related plasma cell disorders: diagnosis and treatment. ;Mayo Clin Proc. 81 , 693 (2006)
M.A. Dimopoulos et al.;Diagnosis and management of Waldenstrom's macroglobulinemia.;J Clin Oncol. 23 , 1564 (2005)
A. Durandy et al.;Hyper-immunoglobulin M syndromes caused by intrinsic B-lymphocyte defects. ;Immunol Rev. 203 , 67 (2005)
J.J. Manson et al.;Natural serum IgM maintains immunological homeostasis and prevents autoimmunity. Springer Semin Immunopathol. 26 , 425 (2005)                                                                                       
Weitere Literaturhinweise in den Testanleitungen der Firma Roche Diagnostics

Indikation

Hyper- und Hypogammaglobulinämie (in der Serumeiweißelektrophorese), V.a. selektiven IgM-Mangel, V. a. monoklonale Gammopathie, Therapie- und Verlaufskontrolle monoklonaler Gammopathien, Lebererkrankungen, rezidivierende Infektionen, im Nabelschnurblut zur Diagnose von pränatalen Infektionen

Präanalytik

Plasma:  Li – Heparinplasma
Serum: Standard-Probenentnahmeröhrchen bzw. Röhrchen, die Trenngel enthalten.

Sachgemäße venöse Stauung (unter 2 Minuten). Probennahme bei liegenden Patienten wird empfohlen, da bei aufrechter Körperhalltung (z.b. nach mindestens 15-minütigem Sitzen) bis 10% höhere Werte gemessen werden können.

Lagerstabilität:
2 Monate bei 15?25 °C;4 Monate bei 2?8 °C;6 Monate bei (-15)?(-25) °C
Störfaktoren:
Starke Hämolyse, starke Lipämie, ausgeprägter Ikterus können die Messung stören.

Bewertung

Erhöhte Werte:
M. Waldenström, Schwerkettenerkrankung, Plasmozytom (extrem selten), Leberzirrhose, einige Lymphome, Kälteagglutinin-Krankheit, akute und chronische Hepatitis, primär biliäre Zirrhose, chronisch destruierende Cholangitis , akute und chronische Infektionen, maligne Tumore, Autoimmunerkrankungen.

Erniedrigte Werte:
IgM-Mangel, Agammaglobulinämie, Plasmozytom (bei Bildung anderer Immunglobulinklassen), geringgradig bei nephrotischem Syndrom und exsudativer Enteropathie, schwere Verbrennungen

Durchführung

wochentags von 8:00-20:00 Uhr, Sa. u. So. 8.00-15:00 Uhr Routineparameter